Kapitel 12 - The Enchanted Greenhouse - Ein Schimmer der Hoffnung
By Sarah Beth Durst
In Yarrows Armen fühlte Terlu sich sicherer als jemals zuvor in ihrem Leben. Ihr war, als käme auf der Welt jetzt alles wieder ins Lot. Ganz sicher. Aber dann ließ er sie los.
»Wir müssen Lotti retten!«
Er hatte »wir« gesagt. Das gefiel ihr. Wie lange war es her, dass sie zu einem Wir gehört hatte? Auf Eano hatte sie ihre Schwester gehabt, ihre Cousins und Cousinen. Aber in der Hauptstadt und insbesondere in der großen Bibliothek war es ihr immer vorgekommen, als kämpfte jeder für sich – sogar schon bevor alle anderen ihren Platz gefunden hatten, nur sie nicht. Doch sosehr sie sich auch freute, sie hielt ihn trotzdem am Ärmel fest, als er losstürzen wollte. »Immer an der linken Wand entlang, Yarrow.«
Er schüttelte den Kopf. »Wir haben jetzt keine Zeit, den Weg durch den Irrgarten zu suchen!«
»Wenn wir uns verirren, ist nichts gewonnen. Wir müssen nur sorgfältig vorgehen, dann können wir Lotti gar nicht verpassen. Rennen wir einfach los, laufen wir nur im Kreis.« Sie hatte recht! Innerlich wappnete sie sich für die anstehende Diskussion.
Aber er nickte nur. »Geh du voran.«
Das tat sie, und er folgte ihr.
»Lotti!«, riefen sie abwechselnd. »Geht es dir gut? Wo bist du? Wir kommen!«
Über ihnen flammte das Nordlicht über den Himmel, und die Sonnenblumen wandten ihm die Gesichter zu. Hätte Terlu sich nicht solche Sorgen gemacht, wäre sie vom Spiel des Lichts begeistert gewesen. Noch nie hatte sie von solch einem Zauber gehört … Aber natürlich wusste sie auch bei weitem nicht alles über Magie! In der Bibliothek hatte sie Aufgaben zugeteilt bekommen. Oft hatte sie alte Bücher neu gebunden oder gespendete Werke emeritierter Zauberer sortiert. Dabei war sie zwar auf allerlei Interessantes gestoßen, hatte sich jedoch auch immer wieder mit langweiligen Schriftstücken herumquälen müssen. Sie erinnerte sich an einen lange verstorbenen Zauberer, der ausschließlich über Socken geschrieben hatte. Vor Löchern hatte er sie »feien« wollen. Bestimmt hatte er selbst seinen Studiengegenstand nicht langweilig gefunden … Sie aber hätte lieber etwas darüber erfahren, wieso die Idee ihn so gefangen genommen hatte. Was veranlasste einen Menschen, sein Leben verzauberten Socken zu widmen? Laiken weckte die gleiche Neugier in ihr. Was hatte ihn bewogen, sich den Gewächshäusern zu verschreiben? Wieso hatte er diesen Irrgarten angelegt mit seinem illusionären Himmel, den winzigen Drachen und den Sonnenblumen, die …
Vor ihr zogen die Sonnenblumen die Wurzeln aus der Erde, trippelten geordnet los und wuchsen gleich darauf wieder im Erdboden fest, als wäre nichts geschehen. Nun beschrieb der Weg vor ihnen eine Kurve.
Terlu riss die Augen auf. »Sie bewegen sich ja!«
Yarrow überholte sie im Laufschritt. »Die Pflanzen in diesem Haus können das alle.«
»Ja, aber …« Zwar waren die Kiefern am Eingang beiseitegetreten, aber im Irrgarten, hatte sie geglaubt, würde alles bleiben, wie es war. Und weshalb? Weil sie trotz der Kiefern von der irrigen Annahme ausgegangen war, dass Pflanzen nicht herumspazierten. Sie hielt Schritt mit Yarrow, ohne die linke Wand aus den Augen zu lassen. Zwecklos eigentlich, wenn der Irrgarten sich stetig umgestaltete. So war es unmöglich, hindurchzufinden. »Das ist Betrug!«
»Ich verlaufe mich immer, weißt du noch? Daran liegt’s.«
»Aber so hat man doch keine Chance!« Die Sonnenblumen würden sie einfach so lange in Sackgassen laufen lassen, bis sie erschöpft aufgaben. »Wir könnten Jahre hier drin herumirren!« Den Rest ihres Lebens sogar. Wenn es dem Irrgarten gefiel, konnte er Lotti auf ewig vor ihnen verstecken. »Es tut mir leid. Die Methode mit der linken Wand bringt uns nicht ans Ziel.«
Er blieb stehen und betrachtete die Stängel. »Wir könnten durchbrechen.«
»Aber die Drachen …« Plötzlich hatte sie Seitenstechen. Auf die Knie gestützt stand sie da und versuchte, wieder zu Atem zu kommen.
»Wenn wir schnell sind …« Er holte eine Gartenschere aus der Manteltasche. »Das tue ich wirklich nicht gern. Es ist ja nicht die Schuld der Pflanzen … Sie sind verzaubert worden.« Mit der freien Hand berührte er ein Blatt der Sonnenblume, als wollte er sich bei ihr entschuldigen. »Aber wir können Lotti nicht im Stich lassen.«
Sie sah ihm an, wie unglücklich er über diese Lösung war. »Es muss auch anders gehen.«
»Hast du eine Idee?«
»Laiken ist bestimmt oft hergekommen, um in sein Codebuch zu schauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich lange aufhalten wollte. Mit Sicherheit gibt es einen Geheimweg.« Der alte Zauberer hatte Rätsel und Geheimnisse schließlich sehr gemocht.
Sie hörten über sich ein Tier jaulen, schauten auf und sahen Emeral, der vor einem Schwarm Drachen floh. Wie wütende Bienen blieben sie eng beisammen. Ihre Flügel summten.
Nicht die Sonnenblumen sind der Schlüssel, sondern die Drachen!
Vielleicht konnte man sie zähmen?
»Hast du irgendwas zu essen dabei?«, fragte sie.
Yarrow brummte. »Jetzt ist wohl kaum der richtige Augenblick …«
»Nicht für mich. Was könnten die Drachen wohl mögen?«
Seine Miene erhellte sich. »Ach so!« Und schon leerte er seine Taschen: Ein kleines Ei mit blauer Schale kam zum Vorschein, ein Stück Käse in einem Stofftaschentuch, ein Säckchen Nüsse, getrocknete Samen und in Pergamentpapier eingeschlagene Honigwaben. »Hier!« Er schlug das Papier zurück und zeigte ihr die Waben. »Vielleicht lockt Honig sie an? Immerhin sind sie Bestäuber!«
Sein Tascheninhalt warf viele Fragen auf. Über die Nüsse und Samen wunderte sie sich nicht, schließlich war er die ganze Zeit in den Gewächshäusern unterwegs. Aber woher hatte er den Käse? Und das Mehl, mit dem er den Honigkuchen gebacken hatte? Trieb er Handel? Und wenn ja, mit wem? Mit der Kapitänin des Schiffs, das er herbeirufen konnte? Hatte sie auch Terlus Statue hergebracht, oder war das jemand anderes gewesen? Was hatte derjenige wohl von dem Auftrag gehalten? Hatte er gewusst, dass Yarrow sie zurückverwandeln würde? Wie viele Leute wussten wohl, dass sie hier war? Nur Rijes Velk und derjenige, der Terlus Statue transportiert hatte, oder noch mehr? Und …
Sie hatten jetzt keine Zeit dafür! Irgendwo im Irrgarten saß Lotti fest, und bestimmt fürchtete sie, wieder zurückgelassen zu werden. Terlu fragte sich, ob man sich je ganz von einem solchen Erlebnis erholte. Verging die Angst irgendwann, sich plötzlich allein wiederzufinden?
»Prima. Aber wie erregen wir ihre Aufmerksamkeit?«
Entschlossen trat Yarrow wieder an die Sonnenblumen heran. Er setzte seine Gartenschere an einen der Stängel und wartete.
Die kleinen Drachen heulten auf.
Der ganze Schwarm brach die Jagd auf den geflügelten Kater ab, drehte bei und schoss in Pfeilformation auf Yarrow und Terlu zu. Yarrow ließ die Gartenschere sinken und hielt die Honigwaben auf der Handfläche in die Höhe. Terlu verspannte sich. Was, wenn die Drachen ihn angriffen? Sollte sie ihn fortziehen? Die Drachen wegscheuchen und hoffen, dass sie keine Flammen spien? Das Ei und den Käse nach ihnen werfen?
Der Schwarm verhielt über Yarrow in der Luft. Eine goldene Königin kam herabgeflattert und brach grazil mit den Klauenfüßen ein Stückchen Honigwabe ab. Ein grün und schwarz gemusterter Drache folgte ihrem Beispiel – und dann noch einer und noch einer, bis nichts mehr übrig war.
»Bestäuber«, sagte Yarrow zufrieden.
Der Großteil des Drachenschwarms stieg wieder auf, um nach Emeral zu suchen, aber die goldene Königin flog mit den anderen beladenen Drachen durch den Irrgarten davon.
»Schnell!«, rief Terlu. Sie lief ihnen nach, und Yarrow trabte neben ihr her.
Die Sonnenblumen machten den kleinen Drachen Platz, und ein schnurgerader Weg öffnete sich auf das Herz des Irrgartens.
Auf einem Haufen aus Gießkannen, Handschuhen, Hüten, Kiefernzapfen und verschiedenen glitzernden Steinen – dem Hort der Drachen – thronte die kleine Auferstehungsrose.
»Ihr habt ja lange auf euch warten lassen!«, beklagte sie sich.
Die kleinen Drachen knabberten glücklich an den Honigwabenstücken, und Terlu und Yarrow nutzten die Gelegenheit, sich die Schätze näher anzuschauen. Es war eine ganz und gar ungewöhnliche Sammlung: ein faustgroßer ungeschliffener Rubin, ein einzelner linker Gartenhandschuh, ein Stock in der Form eines Herzens, ein solider Goldbarren …
»Sie haben mir nichts zuleide getan«, berichtete Lotti, »sondern mich bloß aufgelesen und hier abgesetzt.«
»Laiken hat ihnen wohl immer einen Schatz mitgebracht, wenn er herkam«, sagte Yarrow. »Bestimmt haben sie geglaubt, du seist auch einer.«
»Bin ich ja auch!«, piepste Lotti.
Terlu legte einen Diamanten beiseite. Yarrow hob ihn auf und pfiff anerkennend. »Ich weiß nicht besonders viel über Edelsteine, aber mit dem hier kann man wahrscheinlich die ganze Insel kaufen.«
Lotti streckte ihre Blätter danach aus. »Ui, lass mich mal gucken!«
Er reichte ihr den Diamanten, und sie setzte ihn sich wie eine Krone auf den Stempel.
»Steht dir sehr gut«, sagte Yarrow. »Aber du solltest ihn nicht zu lieb gewinnen. Er gehört den Drachen.«
Seufzend legte Lotti den Diamanten zurück.
Terlu grub sich weiter durch den kleinen Berg aus Müll und Edelsteinen. Wäre ich eine Zauberin, die ihre Geheimnisse wahren will, würde ich es genauso machen! Na ja, vielleicht nicht ganz genauso. Sie zweifelte daran, dass ihr ein Irrgarten aus wandelnden Sonnenblumen in den Sinn gekommen wäre, den winzige Drachen bewachten. Das war schon ziemlich eigen.
Ein kleiner goldener Drache mit rabenschwarzen Schwingen löste sich von der Gruppe und kam zu ihnen herübergezottelt. Mit den klauenbewehrten Vordertatzen hob er den Diamanten auf und platzierte ihn wieder in Lottis Blüte. Er zirpte einmal, nickte und trabte dann zurück zu den Honigwaben.
»Diesen Drachen mag ich!« Lotti schloss die Blütenblätter um den Diamanten.
Ganz unten im Schatzhaufen fand Terlu, was sie suchte: ein schlankes Buch, in Leder gebunden. Weder Deckel noch Rücken waren beschriftet. Sie zog es hervor und schlug es auf.
»Hurra!«, jubelte sie.
»Was ist das?«, fragte Yarrow. »Der Zauber?«
»Viel besser!« Terlu hielt das Buch hoch, damit er es richtig sehen konnte. »Das ist Laikens Codebuch!« Sie ließ sich im Schneidersitz nieder und blätterte durch die Seiten. »Er hat sich wirklich der ersten Sprache bedient, aber nicht nur, sondern auch … Wie interessant! Den Dialekt habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Wusste ich’s doch, dass es was mit dem Ginischen zu tun hat! Es ist aber eine ältere Varietät.«
»Kannst du den Code damit entschlüsseln?« Yarrow ging neben ihr in die Hocke und spähte ins Buch.
Sie strahlte ihn an. »Aber ja! Ganz ohne Zweifel.«
Er holte mehrere Stücke Schokolade aus der Tasche, hielt sie den Drachen hin und deutete dann auf das Codebuch. Die Tierchen beobachteten ihn mit schief gelegtem Kopf. Er wiederholte die Geste, und da schienen sie zu verstehen: die Schokolade gegen das Buch!
Kurz darauf verließen sie den Irrgarten mit ihrem Schatz. Die Sonnenblumen gaben bereitwillig den Weg frei. Über ihnen tanzten die Nordlichter mit den flammenspeienden kleinen Drachen. Ein bisschen wie Feuerwerk sah das aus.
Emeral scharrte dringlich an der Gewächshaustür. Offenbar hatte er genug davon, Haschmich mit den Drachen zu spielen. Terlu nahm ihn auf den Arm, und er schmiegte sich an sie. Den Kopf steckte er unter den Flügel, als wollte er sagen: Seht ihr, ihr seid Luft für mich! Terlu lächelte.
Yarrow wandte sich noch einmal an die Drachen. »Vielen Dank!«
»Nächstes Mal bringen wir mehr Honig und Schokolade mit«, versprach Terlu.
Yarrow schaute sie an und hob die Augenbrauen.
»Es hat ihnen so gut geschmeckt«, sagte sie.
»Ja, das stimmt.«
Was dachte er wohl? Sie wollte ihn gerade fragen, da wandte er sich ab.
Gemeinsam verließen sie die Gewächshäuser und eilten die verschneite Straße entlang auf den Turm des Zauberers zu. In der Werkstatt rollte Emeral sich sofort vor dem warmen Herd zusammen. Terlu warf ihren Mantel ab und stürzte sich auf die verschlüsselten Aufzeichnungen, die Lotti herausgesucht hatte.
»Was brauchst du?«, fragte Yarrow.
»Papier!«, erwiderte sie. Sie fischte einen Kohlestift zwischen den blitzenden Messbechern, Tiegeln und Töpfen hervor, die jetzt an einem Ende des Arbeitstisches gestapelt standen. Unterdessen fand Yarrow unbeschriebene Papierbögen in einer Schublade von Laikens Schreibtisch.
»Wie kann ich dir sonst noch helfen?«
Sie schüttelte den Kopf. Sie musste sich bloß konzentrieren. »Ich weiß nicht, wie lange das hier dauern wird …« Sie würde ein bisschen Zeit brauchen, um Laikens Code nachzuvollziehen. Sobald er ihr vertraut war, wäre seine Arbeit leicht zu entschlüsseln.
»Dann backe ich solange Honigkuchen.«
Terlu lachte ihn an. Er mochte ein wortkarger Mann sein, verstand sich jedoch vorzüglich darauf, Rechercheprojekte kulinarisch zu unterstützen. »Das wäre wunderbar. Danke dir!« Sie beugte sich wieder über das Codebuch.
»Nein, ich danke dir! Du hättest die Flagge am Schiffsanleger hissen und mit dem nächsten Boot verschwinden können. Nicht jeder an deiner Stelle wäre geblieben.«
Sie legte den Finger auf die Stelle, an der sie gerade war, und schaute auf. Wie traurig er aussah! Und zugleich so hoffnungsvoll! Eine schwarz-goldene Haarsträhne war ihm in die Stirn gefallen, und sie musste sich beherrschen, um sie nicht zurückzustreichen. Wie hätte sie in diese Augen blicken und ihm dann den Rücken kehren können? Sie brauchte nur daran zu denken, wie er sie angeschaut hatte, als sie einander zum ersten Mal gesehen hatten: Als wäre sie die Antwort auf all seine Fragen. Und wie er sie jetzt anschaute … Es ist das Risiko wert. Er ist es wert, ob er das nun weiß oder nicht. Und dasselbe gilt für Lotti. Leise sagte sie: »Deine Verwandten wären bestimmt zurückgekommen, wenn sie geahnt hätten, wie schwer du es hier hast.«
Er zuckte mit den Schultern und wandte den Blick ab. »Ich komme später mit dem Honigkuchen wieder«, murmelte er. Sie sah ihm nach, während er aus dem Turm hastete. Wie viele Gedanken und Gefühle mochte er wohl in sich verschließen?
Lotti hatte sich ein Stück entfernt auf dem Arbeitstisch niedergelassen. Jetzt verkündete sie: »Wenn du die Gewächshäuser rettest, geht der Gärtnerbursche für dich durchs Feuer!«
»Deswegen mach ich’s nicht«, sagte Terlu. Allerdings war es schön zu wissen, dass er zurückkommen würde – ganz anders als am Anfang. Wie oft hatte ihn ihr bloßer Anblick in die Flucht geschlagen? Die Zeiten schienen endgültig vorbei zu sein, und sie war froh darüber. Im Irrgarten war es gewesen, als stellten sie sich gemeinsam den Herausforderungen der Welt. Zusammen mit ihm ein Wir zu sein, hatte ihr gut gefallen.
»Warum denn dann?« Lotti wickelte ein Blatt um einen zweiten Kohlestift und trippelte damit zu Terlu herüber. »Er hat nämlich recht: Du könntest einfach Leine ziehen. Warum solltest du bleiben und uns helfen? Du hast ein paar echt schwerwiegende Gründe, es lieber zu lassen. Was hält dich hier? Du hast weder Laiken gekannt noch mich oder eine der anderen Pflanzen. Mit niemandem auf der Insel hast du was zu schaffen.«
Aber das könnte sich ändern. Rijes Velk hatte geglaubt, dass Terlu hier Gutes tun konnte. Sie hatte ihr eine zweite Chance gegeben. Und die werde ich bestimmt nicht verschwenden! Wenn sie auf Belde von Nutzen sein konnte … Vielleicht sogar ihren Platz in der Welt hier finden … Gern würde sie dafür jede Mühe auf sich nehmen. Deshalb hatte sie ja einst ihre Familie und ihre Heimatinsel verlassen. Die große Bibliothek von Alyssium war nicht die Lösung gewesen. Konnte Belde es sein?
»Ich bleibe, weil ich das will«, sagte sie und nahm Lotti den Ersatzstift ab.
Weil ich muss, dachte sie, sprach es aber nicht aus.
Ihr war ein neues Leben geschenkt. Und es musste einen Zweck haben.