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Readers Treasury

Kapitel 4: Kapitel Vier - Secrets of the Sea - Erinnerungsdiebin

By B.E. Pfeiffer

Als ich meinen Unterschlupf im Schutz der Dunkelheit verließ, überkam mich ein seltsames Gefühl. Hastig sah ich mich um, suchte überall in der Umgebung nach einer Person, die mich beobachten könnte. Doch abgesehen von dem Geistermädchen, das an einer schiefen Hauswand lehnte und in den Himmel blickte, entdeckte ich niemanden.

»Worauf warten wir?«, flüsterte Pearl, die sich diesmal wie eine Kette um meinen Hals gelegt hatte. »Je schneller wir den Auftrag abschließen, desto eher sind wir wieder in unserem Versteck. Und können uns über die Süßigkeiten hermachen, die wir auf dem Weg besorgen.«

»Du denkst immer nur ans Essen«, murmelte ich. »Nimmst du keine Blicke wahr, die sich an uns heften?«

Sanft tätschelte Pearl meinen Nacken mit ihren winzigen Pfoten. »Du siehst Geister – im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Dass dich dieser Caspian ausspioniert hat, ohne sich zu verraten, nagt an dir. Ich würde behaupten, deswegen sind deine Sinne gerade zu angespannt.«

»Möglich.«

Egal, wie oft ich die letzten Tage in meinen Gedanken Revue passieren ließ, nie hatte ich festgestellt, dass mich jemand beobachtete. Tagsüber, wenn ich mich nur wenig vermummte, war ich eine gewöhnliche, mittellose Frau. Niemand beachtete mich, weil ich für die Leute meiner Schicht uninteressant war und für jeden, der über mir stand, nur Abschaum aus der Gosse. Ich hätte es bemerkt, wenn mir jemand Aufmerksamkeit schenkte. Meine Sinne waren feiner als die magieloser Menschen, also spürte ich Blicke auf mir. Doch ich hatte nichts wahrgenommen. Alles war wie immer gewesen.

Bei meinen Rundgängen, um ein Ziel auszuspionieren, waren meine Sinne noch schärfer, als ohnehin schon. Auch dort war mir nie aufgefallen, dass mich jemand beobachtet hätte. Und das nagte tatsächlich an mir, machte es unmöglich, das beklemmende Gefühl in meiner Brust abzuschütteln.

Wenn ich das Geld abgeholt und die Erinnerung dafür am vereinbarten Ort abgelegt hatte, würden Pearl und ich uns eine neue Bleibe suchen müssen. Außerdem musste ich noch aufmerksamer sein, damit ich mir das Gefühl von Sicherheit zurückholen konnte.

Die Uhr am Schloss schlug Mitternacht, als ich das Armenviertel verließ und mich in Richtung Bucht schlich. Der Hafen war kein Ort, an dem man freiwillig lange herumlungerte. Dort trieben sich neben Piraten auch Menschenhändler herum, die von allen Leuten die geringste Skrupel hatten. Genau deswegen hatte ich diese Stelle gewählt. Hier ging man hin, legte ab, was immer man loswerden wollte, und verschwand wieder. Wenn man nicht dabei beobachtet wurde, blieben diese Sachen auch genau dort.

Schon von Weitem nahm ich wahr, dass etwas anders war, als sonst um diese Uhrzeit. Also suchte ich Deckung in den Schatten der Häuser, lauschte auf jedes Geräusch und schlich mich näher an den Übergabeort heran. Es war nicht schwer, die fünf Stadtwachen zu entdecken, die sich rund um die zerfallene Gebetsstätte des Meeresgottes Varun, nach dem diese Stadt benannt war, versteckt hatten. Sie glaubten wohl, nur, weil sie sich hinter einer Kiste duckten, wären sie unsichtbar. Dabei machten sie viel zu laute Geräusche, indem sie laut husteten, sich räusperten oder niesten, achteten weder auf ihre Schatten, die trotz der schwachen Beleuchtung der Straßenlaternen deutlich zu sehen waren, noch hatten sie die Gassen und Wege im Blick, aus denen jemand heranschleichen könnte.

»Anfänger«, flüsterte ich und ließ den Blick schweifen.

Ein Stück von der Gebetsstätte entfernt leuchtete sogar das Feuer einer Pfeife auf. Dort entdeckte ich den Anführer der Wache sowie Zoran höchstpersönlich.

Elender Verräter.

Pearl streckte den Kopf unter dem Umhang heraus und gab ein entrüstetes Fiepen von sich.

»Mistkerl«, zischte sie. »Weil er nicht zahlen will, holt er die Stadtwache.«

»Das wird ihm nichts nutzen, wir lassen uns nicht fangen.« Ich zog die Kette mit der Erinnerungsphiole vom Hals. »Und die bringen wir zu dem anderen Händler zurück. Gemeinsam mit einem Hinweis, wer sie wollte und warum. Dann lehnen wir uns zurück und genießen das Spektakel.«

»Soll ich versuchen, das Geld zu holen?«

»Es wird kein Geld dort sein. Der Kerl ist ein geiziger, kleiner Drecksack.«

Pearl kicherte leise. »Da hast du wohl recht. Also … kehren wir um?«

»Ja.« Ich schloss die Finger um die Phiole und drehte mich um.

In dem Moment nahm ich eine Regung in der Dunkelheit wahr, doch da war es bereits zu spät. Jemand packte mich grob an den Oberarmen. Lautlos keuchte ich auf, trat nach der Person und wehrte mich gegen den Griff. Da packten zwei weitere Hände nach mir und machten es mir unmöglich, mich zu bewegen.

Pearl schoss unter meiner Kapuze hervor. Ihr Körper leuchtete auf und ihre Magie schwoll an. Noch ehe sie den Schlafzauber weben konnte, sauste ein Netz durch die Luft, fing den Otter ein und unterdrückte ihre Kräfte. Offensichtlich waren die Angreifer auf alles vorbereitet.

»Nein«, stieß ich aus.

»Halt’s Maul, Diebin«, knurrte mir eine tiefe Stimme ins Ohr. »Hast du gedacht, wir bemerken dich nicht? Wir haben unsere Augen überall.«

Innerlich verfluchte ich mich, weil ich so auf die offensichtlichen Wachen konzentriert gewesen war, dass ich den Rest meiner Umgebung zu lange außer Acht gelassen hatte. Das war ein Anfängerfehler. Was stimmte nur nicht mit mir? So etwas durfte mir nicht passieren.

Trotz der festen Griffe der beiden Männer, versuchte ich, mich zu befreien, drehte und wand mich. Doch sie gaben mich nicht frei. Erbarmungslos zerrten sie mich auf den Schrein zu, vor den Zoran und der Hauptmann der Wache getreten waren.

Mit einem überheblichen Grinsen sah Zoran mir entgegen. »So sieht man sich wieder, Flüsterin«, sagte er selbstgefällig.

Hätten mich nicht zwei Kerle festgehalten, hätte ich Zoran gern die Augen ausgekratzt. Später. Wenn sich die Gelegenheit ergab, konnte ich das später tun.

Jetzt musste ich überlegen, wie ich mich aus dieser Situation retten konnte. Pearl war gefangen, ihre Magie gedämpft. Selbst wenn sie frei wäre, hätte sie nur zwei Wachen in Schlaf versetzen können, bevor ihr die Kräfte ausgingen. Damit wären sie mir immer noch deutlich überlegen. Denn Zoran hatte offenbar ein Großaufgebot mitgebracht. Ein Dutzend Männer in der Uniform der Stadt traten hinter Fässern, Kisten und Hauswänden hervor. Ich war eine geübte Kämpferin, hatte neben meinen zwei Kurzschwertern einige Dolche, die Säure und eine Rauchbombe. Aber gegen so viele Gegner musste mir schon ein genialer Fluchtplan einfallen, wenn ich entkommen wollte.

»Nehmt ihr die Kapuze ab«, forderte der Hauptmann und zog genüsslich an seiner Pfeife.

Einer der Männer, die mich hielten, griff nach dem Stoff und riss ihn mir vom Kopf, gemeinsam mit dem Tuch, das ich vor dem Mund trug. Mein Gesicht war für Zoran nun wie ein offenes Buch.

Seine Mundwinkel kräuselten sich. »Sie sieht gar nicht so schlimm aus, wie ich erwartet habe«, meinte er. »Als Leibeigene wird sie sich schon gut machen, um ihre Strafe abzuarbeiten.«

Ich schnaubte. »Strafe wofür?«

»Dafür, dass du mich erpresst hast, Mädchen«, zischte Zoran. »Hast du geglaubt, ich lasse mich von einer dahergelaufenen Diebin ausnehmen wie ein Festtagsbraten?«

»Festtagsgans«, korrigierte ich ihn. »Einen Braten nimmt man nicht aus.«

Einige der Wachen hüstelten, vermutlich um ein Lachen zu kaschieren. Zoran hingegen fletschte die Zähne.

»Dir werde ich deine Frechheit schon noch austreiben«, knurrte er. »Ich habe den Gerichten von deinen unverschämten Erpressungen erzählt und ein Urteil erwirkt. Da du hier aufgekreuzt bist, habe ich das Recht, dich für drei Jahreszyklen als meine Dienerin in meinem Haus gefangen zu halten.«

»Aha, und meine Seite der Geschichte wird dabei nicht berücksichtigt?«, fragte ich aufgebracht, obwohl ich die Antwort kannte. Zoran hatte für dieses Urteil wahrscheinlich einen Richter bestochen.

»Nein.« Der Händler grinste. »Deinen Familiar darf ich bestimmt verkaufen – was ich tun werde. Für so ein Ungeziefer habe ich keine Verwendung.«

»Wen nennst du Ungeziefer, du Schabe?«, keifte Pearl. »Wir haben dich nicht erpresst, du hast uns für einen Auftrag gebucht – und willst nur nicht bezahlen!«

»Bringt das Ding zum Schweigen«, sagte der Hauptmann ungerührt.

»Wartet!«, rief ich. »Wir hatten einen Auftrag und ich kann es beweisen.« Finster sah ich Zoran an. »Das habt Ihr Euch nun selbst zuzuschreiben.«

In einer schnellen Bewegung schleuderte ich die Phiole in meiner Hand auf den Boden. Sie zerbrach in tausende Scherben und die Erinnerung wurde freigesetzt. Ein Bild, verschwommen im dichten Nebel, der aufgezogen war, erhob sich.

Darin war Zoran zu sehen, rot wie reife Äpfel und mit pochender Schläfe. Ein Lachen erklang und der Händler, dessen Erinnerung wir sahen, begann zu sprechen.

»Ihr werdet sehen, Lord Zoran, dass mein Angebot gar nicht so übel für Euch ist«, meinte er.

»Nicht übel?«, brüllte Zoran. »Ihr wollt, dass ich Euch von heute an Waren zum halben Wert dessen, was ich selbst dafür bezahle, überlasse.«

»Nun, immerhin bezahle ich etwas. Ich könnte auch sagen, ich will es gegen mein Schweigen umsonst haben. Und Ihr wollt, dass ich schweige, werter Freund. Oder soll die Händlergilde erfahren, dass Ihr den Sohn von Lord van Kleve erst verführt und dann ermordet habt, als er die Nacht mit Euch bereute?«

Ein kollektives Keuchen erklang. Der Hauptmann wandte sich mit finsterem Blick an Zoran.

»Ihr wart das?«, fragte er aufgebracht.

Die Erinnerung verblasste, löste sich in winzige Partikel auf, die durch die Nacht flogen. Sie würden zu dem Händler zurückkehren, dem ich sie gestohlen hatte, sodass er sich wieder an alles erinnerte.

Zorans Gesicht nahm indes eine ähnlich rote Farbe wie in der Erinnerung an, als er zu mir sah.

»Wie kannst du es wagen?«, fauchte er.

»Ich? Wie konntet Ihr es wagen, so etwas Abscheuliches zu tun?«, schoss ich zurück.

»O bitte, tu nicht so, als besäßest du so etwas wie Moral.« Zoran schnaubte. »Du warst bereit, mir diese Erinnerung für sehr viel Geld zu verkaufen.«

»Und nur, weil Ihr nicht zahlen wollt, habt Ihr Euch jetzt selbst geschadet«, erwiderte ich. »Denn der Hauptmann kann nun endlich einen Mord aufklären und wird dafür gewiss eine Belohnung bekommen. Und Ihr werdet für Eure Taten geradestehen müssen.«

Zorans Blick wurde noch hasserfüllter. »Euch ist klar, was sie ist, wenn sie in der Lage ist, Erinnerungen zu stehlen?«, fragte er an den Hauptmann gewandt.

Der legte den Kopf schief. »Sie sieht nicht aus wie eine Taryna. Die haben sehr eindeutige Merkmale, an denen man sie erkennt.«

Zoran schnaubte. »Die hat sie gewiss auch. Versucht es. Reißt einmal an ihren Haaren.«

Ich versuchte, mir nicht anmerken zu lassen, wie sehr mich die Worte mit Panik erfüllten. So ruhig ich konnte, atmete ich weiter, betete, dass der Hauptmann diesen Ort schnell verlassen wollte und nicht prüfte, ob ich wirklich eine Taryna war.

Doch da gab er seinen Leuten mit einem Handzeichen zu verstehen, sich um meine Haare zu kümmern. Einer meiner Wächter packte meinen Schopf und riss daran.

Mit einem schmatzenden Geräusch löste sich der Kleber von meiner Haut, als die Perücke hochgehoben wurde.

Wieder erklang ein gemeinschaftliches Keuchen und ich wusste, wieso. Meine echten Haare, die ich unter der dunkelbraunen Perücke verborgen hatte, fielen in unordentlichen türkisen, rosaroten und violetten Strähnen über meine Schultern. Sie waren der eindeutige Beweis, dass ich eine echte Taryna war. Falls es Zweifel gab, hätte man nur versuchen müssen, sie abzuschneiden. Meine Haare trotzten jeder Schere, jedem Messer, sogar Feuer. Etliche Male hatte ich versucht, sie loszuwerden, aber sie hatten nicht einmal gebrannt.

»Ist das Beweis genug?«, fragte Zoran und sah den Hauptmann zufrieden an. »Da ich Euch eine Taryna geliefert habe, können wir das, was wir gesehen haben, wohl vergessen, nicht wahr? Mit der Ergreifung dieser Person und einer großzügigen Spende meinerseits sollten wir quitt sein.«

Ich musste ein Lachen unterdrücken. Mich wollte er nicht bezahlen, aber der Stadtwache versprach er Schmiergeld, das sicher um ein Vielfaches mehr war, als ich erhalten hätte?

»Ich fürchte, so einfach ist das nicht«, antwortete der Hauptmann. Durch diesen einen Satz war er um einige Stufen in meiner Achtung gestiegen. »Ihr habt einen Mord begangen«, fuhr er fort. »Dafür müsst Ihr Euch vor den Gerichten verantworten.«

Ja, der Hauptmann war mir gerade sympathischer geworden, da er wohl wirklich etwas wie Anstand besaß. Dafür würde ich mir Mühe geben, ihn nicht zu verletzen, wenn ich einen Fluchtversuch wagte.

So langsam wie möglich ließ ich die Hand an meine Hüfte wandern. Mit einer Rauchbombe würde ich Chaos stiften, Pearl befreien und flüchten. Ich kannte diese Gegend in- und auswendig, das war mein Vorteil. Mit etwas Glück konnten wir entkommen.

»Was hast du vor?«, knurrte einer meiner Wächter und packte meine Hand. »Denkst du, wir lassen dich irgendwelche Tricks versuchen, Taryna?«

Er spie mir das Wort so angewidert entgegen, dass mir selbst übel wurde. Als konnte ich etwas dafür, dass in meinem Blut die Kräfte des alten Meervolkes mit jenem der Menschen vermischt worden waren.

»Bringt sie ins Gefängnis«, befahl der Hauptmann. »Dort bleibt sie, bis entschieden ist, was mit ihr geschehen soll.«

Aus purer Panik versuchte ich mich von meinen Wächtern loszureißen. Sie packten mich noch fester und einer versetzte mir einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf. Sterne tanzten vor meinen Augen, Übelkeit in meinem Magen. Eiskalter Schweiß breitete sich auf meiner Haut aus.

Wenn ich nicht schnell einen Geistesblitz hatte, wie ich Pearl und mich befreite, würden wir sterben. Ich würde gefoltert und hingerichtet, Pearl vermutlich von ihrem neuen Besitzer zu Tode geschunden werden. Das würde ich niemals zulassen.

Doch so sehr ich es auch versuchte, ich fand keine Möglichkeit, solange mich diese beiden Kerle festhielten. Und wie ich mich aus ihren Griffen befreien konnte, fiel mir nicht ein. Was sollte ich nur tun?

Ein Schuss zerriss die Nacht und alle Wachen wandten sich alarmiert in die Richtung, aus der er gekommen war.

Jetzt oder nie.

Mit aller Kraft trat ich dem Wächter links von mir gegen das Knie. Er jaulte auf und gab mich frei. Der zweite reagierte zu langsam, also rammte ich ihm den Ellbogen in die Rippen und als er sich krümmte, packte ich seinen Kopf und brach ihm mit meinem Knie die Nase. Hastig riss ich die Rauchbombe aus meinem Gürtel, ehe ich sie sofort danach zu Boden schleuderte. Noch ehe sie auftraf, hatte sich der Wächter mit dem zertrümmerten Knie aufgerappelt und mich gepackt.

Der Nebel hüllte uns zwar ein, verbarg uns vor allen anderen, die wild durcheinander riefen, weil sie nichts mehr sahen; aber das nutzte mir wenig, wenn ich erneut gefangen war.

Ich fluchte, wand mich, trat, biss und kratzte, doch der Kerl gab mich nicht frei. Mein Widerstand verstummte, als er mir eine Klinge an die Kehle hielt.

»Noch eine Bewegung und du blutest hier aus, Taryna«, zischte er mir ins Ohr. »Abschaum wie du hat es nicht verdient, zu leben. Ich sollte dich gleich töten.«

Erst wollte ich etwas erwidern. Etwas Schlagfertiges. Lieber würde ich hier und jetzt sterben, als gefoltert und danach öffentlich enthauptet oder gehängt zu werden. Doch bevor ich ein Wort herausbrachte, klickte ein Pistolenlauf ganz in meiner Nähe und der Wächter verkrampfte sich.

»An deiner Stelle würde ich sie loslassen«, forderte eine tiefe Stimme, die ich sofort erkannte.

Caspian.

»Selbst im dichten Nebel kann ich auf die Entfernung nicht verfehlen«, fügte er hinzu. »Also. Loslassen.«

Ich war nicht sicher, ob ich aufatmen durfte. Dass Caspian hier war, konnte kein Zufall sein. Entweder war er mir gefolgt, oder er hatte das alles selbst inszeniert, um mir mit der Rettung zu imponieren. Für den Moment jedoch war er mein Ticket in die Freiheit. Also würde ich wohl mit ihm kämpfen, damit wir es raus schafften. Und dann konnte ich immer noch entscheiden, was anschließend zu tun war.

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