Epilog - Engel und Apfelkuchen
By Mella Dumont
»Freust du dich auf das Wochenende in München?«, fragte Moritz, als er gemeinsam mit Jo über die Autobahn brauste.
»Ich war schon seit zwei Monaten nicht mehr da und habe ein richtig schlechtes Gewissen«, sagte sie.
»Das war doch nur wegen der Prüfungen, die du super bewältigt hast.«
»Ich habe im letzten Jahr auch hart dafür studiert«, sagte Jo und seufzte. »Ohne Pillen, versteht sich.«
»Als Freundin eines Arztes kannst du das auch nicht bringen.«
Sie lächelte. »Ich frage mich oft, wie ich das Jahr ohne dich und meine Eltern geschafft hätte. Du warst mein Fels in der Brandung und Mama und Papa haben mir immer geholfen, wenn ich Fragen hatte.«
»Die Vereinbarung, die ihr getroffen habt, war super«, bestätigte Moritz.
Jo lachte. »Einmal in der Woche anrufen und ein Wochenende im Monat nach Hause kommen. Was das Anrufen angeht, ist es viel mehr geworden. Ich habe viel gelernt. Auch Saskia hat mir sehr geholfen. Ich bin froh, dass sie jetzt meine Freundin ist.« Sie schüttelte den Kopf. »Wir hatten in den ersten beiden Semestern nur oberflächlichen Kontakt, aber trotzdem hat sie sich nichts anmerken lassen und mich ständig im Krankenhaus besucht. Dafür werde ich ihr immer dankbar sein.« Jo hatte im letzten Jahr viel gelernt, aber trotzdem auch Zeit in ihre Freunde und Kommilitonen investiert. Sie telefonierte wieder regelmäßig mit ihrer Schulfreundin Larissa, die in Bayreuth studierte, und ging jeden Tag in der Mensa essen.
»Ich mag Saskia«, sagte Moritz. »Natürlich nicht so gern wie dich.«
»Das würde mich auch eifersüchtig machen!«, scherzte sie.
»Zum Glück bin ich immer in München willkommen«, sagte Moritz. »Sonst wäre ich nämlich eifersüchtig – nicht auf Saskia, sondern auf deine Eltern.«
»Mein Papa hat einen Narren an dir gefressen.« Jo kicherte. »Du tust mir nur immer leid, wenn er die Befunde irgendwelcher Freunde anschleppt und dich um eine Zweitmeinung bittet. Weißt du noch, wie wir auf der Jura-Party an der Uni waren und Saskia dir ganz panisch diesen Mückenstich gezeigt hat? Sie hatte doch tatsächlich Angst, einen allergischen Schock zu erleiden!«
Moritz lachte. »Man gewöhnt sich daran.«
»Meine Eltern werden auch ständig bequatscht.« Jo grinste. »Aber niemand legt einen Striptease hin, um ihnen einen Mückenstich zu präsentieren.«
Seit zehn Monaten waren Jo und Moritz jetzt ein Paar. Auch wenn Jo ihn im Krankenhaus mit dem ersten Kuss überrumpelt hatte, so hatten sie sich danach mehrere Wochen lang Zeit gelassen, um sich in Ruhe kennenzulernen.
Jos Geschichte hatte sich wie ein Lauffeuer an der Uni herumgesprochen. Zwei Studentinnen meldeten sich bei der Polizei und sagten aus, dass sie genau wie Jo morgens in Max’ Bett aufgewacht waren, ohne sich an die Nacht zu erinnern. Da man außerdem Drogen im Keller seiner Wohnung gefunden hatte, war der junge Jurist noch stärker unter Druck geraten. Nach langen und zähen Verhören hatte Max auf Anraten seines Anwalts schließlich eine vollständige Aussage gemacht.
Moritz war für Jo da gewesen, als sie von ihrer Mutter den Bericht ausgehändigt bekam.
Max hatte sie eines Tages aus heiterem Himmel angerufen und sie überredet, mit ihm eine Tasse Kaffee zu trinken. Er hatte Jos Strafrecht-Übung übernommen, als ihr Tutor krank geworden war, und wollte wissen, warum sie nie zu den Terminen erschien. Er hatte sie ausgefragt und sie für Freitagabend in den Club eingeladen.
Max besserte sein Gehalt auf, indem er in verschiedenen Clubs Drogen verkaufte – und Ritalin an der Universität. Jo hatte im Club beobachtet, wie ein Kunde bei ihm kaufte, als sie von der Toilette zurückkam. Da sie sich in Gegenwart der vielen Menschen sicher fühlte, hatte sie ihn mit seinem Verhalten konfrontiert. Daraufhin hatte er Tropfen in ihre Cola geschüttet und war mit ihr zu sich nach Hause gefahren, sobald das Mittel wirkte. Jo wachte um vier Uhr am Morgen auf, als sie nackt in seinem Bett lag. Sie zog sich leise an und verließ fluchtartig seine Wohnung. Er wachte auf und rannte ihr hinterher. Sobald Jo draußen war, rief sie laut um Hilfe. Er folgte ihr und beobachtete, wie sie von dem Mercedes angefahren wurde. Statt erste Hilfe zu leisten, überließ er es dem schockierten Fahrer, den Notarzt zu rufen, und brachte stattdessen in der folgenden Nacht Ritalin in Jos Wohnung, um ihre Glaubwürdigkeit zu unterhöhlen und um sie erpressen zu können, falls sie sich später an den Clubbesuch und an die Vergewaltigung erinnern würde.
Über die Nachbarin seiner Mutter erkundigte er sich regelmäßig nach Jos Zustand. Er war erleichtert, dass sie im Koma lag – und besorgt, als sie schließlich aufwachte und Saskia panisch erklärte, dass sie ihn auf gar keinen Fall sehen wollte. Um mehr herauszufinden und als fürsorglicher Tutor dazustehen, motivierte er Jos Kommilitonen, sie zu unterstützen. Er suchte ständig den Kontakt zu Saskia, um keine wichtige Information zu verpassen.
Jo seufzte. »Ich muss immer wieder an Herrn Engel denken«, sagte sie zu Moritz. »Ohne die Hinweise aus dem Traum hätte meine Mama mich verdächtigt. Wie ich meinen Vater kenne, hätte er mich sofort nach Hause geholt. Dann würde Max noch immer Frauen aus den Clubs nach Hause locken.«
»Wir haben Herrn Engel viel zu verdanken«, sagte Moritz. »Die Psychotherapeutin, die sich an dir die Zähne ausgebissen hat, fragt mich alle paar Wochen, wie es dir geht. Sie kann nicht verstehen, dass du alles so gut überstanden hast.« Er lächelte. »Du hast sie ein wenig in ihrer Berufsehre gekränkt.«
»Hach«, seufzte Jo, »vielleicht sollte ich mich bei ihr entschuldigen. Sie konnte ja nichts dafür. Die Gerichtsverhandlung muss ich kein zweites Mal erleben, so viel ist sicher. Auf eine Hochzeit mit Max zuzuschlittern war wesentlich harmloser als die Realität.«
»Ich bin froh, dass er in den nächsten Jahren niemandem mehr etwas antun kann«, sagte Moritz. »Die vier Jahre, die er absitzen muss, sind absolut verdient.«
»Er hätte noch mehr bekommen, wenn er nicht all seine Lieferanten und Komplizen verpfiffen hätte«, sagte Jo und verzog angewidert das Gesicht. »Dieser Typ ist wirklich nur sich selbst der Nächste.«
»Ich bin froh, dass er nicht mehr frei herumläuft«, sagte Moritz düster, »sonst würde ich mich vermutlich wegen Körperverletzung strafbar machen.«
»Das lässt du schön bleiben!«, rief Jo. »Er ist es nicht wert. Kein bisschen. Und da er seine Zulassung zur Anwaltschaft verloren hat, wird es nicht leicht für ihn, später einen Job zu finden. Verbeamtet kann er auch nicht mehr werden.«
Moritz nickte. »Du hast natürlich recht. Trotzdem gibt es Momente, naja, du weißt schon.«
»Wir konzentrieren uns lieber auf uns«, sagte Jo und sah aus dem Fenster. »Deine neue Wohnung ist wirklich super geschnitten und sehr gemütlich.«
Jo hatte sich angewöhnt, häufig bei Moritz zu übernachten. Nur zum Lernen zog sie sich immer in ihre kleine Studentenwohnung zurück. Und gelernt hatte sie viel, denn das Jurawissen hatte sie genau wie ihre Fähigkeit zum Schlösserknacken nicht aus dem Traum in die Realität herüberretten können. Auch das Laufen nicht. Sobald sie wieder gesund war, hatte sie sich an einem Waldlauf versucht und war kläglich gescheitert. Doch Jo gab nicht auf und schaffte ein halbes Jahr später beim Trierer Silvesterlauf schon fünf Kilometer. Jetzt lief sie regelmäßig einmal in der Woche zusammen mit ihren Kommilitoninnen Neele und Dana.
»Ich habe übrigens heute den OP-Termin bestätigt bekommen. Nächste Woche kommt die Platte raus«, sagte Jo. »Ich freue mich, dass du nicht zusehen musst. Das würde mir echt Bauchschmerzen bereiten.«
»Ehrlich gesagt plane ich, zumindest in deiner Nähe zu sein.«
»Da habe ich nichts dagegen«, sagte sie. »Ist ja zum Glück kein großer Eingriff.«
»Dein Bein ist perfekt verheilt, ich habe jedes Detail der neuen MRT-Aufnahmen studiert. Mehrfach. Mit Kollegen.«
Jo grinste. »Es ist schön, von dir umsorgt zu werden. Trotzdem bin ich nicht gerne Patientin.«
»Wer ist das schon?«, gab er zurück. »Aber zuerst machen wir uns ein schönes Wochenende in München. Ich freue mich schon auf das Restaurant, in dem wir deine Zwischenprüfung feiern.«
Sie gerieten bei Stuttgart in einen Stau, aber das machte Jo nichts aus. Sie genoss es, ungestört Zeit mit Moritz zu verbringen. Sie konnten stundenlang über alles Mögliche reden, ohne dass ihnen langweilig wurde.
»Jo! Herzlichen Glückwunsch!« Ihre Mutter begrüßte sie mit Tränen in den Augen, als sie endlich angekommen waren. »Ich bin so stolz auf dich!«
»Danke, Mama.«
»Ich bin auch stolz auf meine Tochter!« Herr Schmitt trat auf sie zu und nahm sie fest in den Arm. »Herzlich willkommen zu Hause, mein Schatz!« Er drückte sie noch einmal, löste sich dann von ihr und schüttelte Moritz’ Hand. »Schön, dass du wieder mitgekommen bist.«
Moritz lächelte. »Gerne, Georg. Hier fühle ich mich immer wie im Urlaub.«
Gemeinsam gingen sie nach drinnen. Jos Mutter hatte eine klassische bayerische Brotzeit vorbereitet.
Jo genoss den Leberkäse sehr. Auch wenn sie das vor einem Jahr niemals vermutet hätte, so hatten die überstandenen Erlebnisse die Familie eng zusammengeschweißt. »Schön ist es, die Prüfungen hinter sich zu haben!«, sagte sie und biss mit Appetit in ihr Brot. Anders als in ihrem Traum war sie keine Vegetarierin, obwohl sie blutige Steaks auch in der Realität argwöhnisch betrachtete.
»Wir wollen nächsten Monat in Urlaub fahren«, sagte ihr Vater. »Falls ihr mögt, könnt ihr in der Zeit bei uns wohnen und die Gegend erkunden. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, unsere Haushaltshilfe gießt die Blumen.«
Moritz runzelte nachdenklich seine Stirn. »Wenn ich Urlaub bekomme, bin ich dabei. Jo schwärmt immer so von den Bergen und von der Atmosphäre in Bayern.«
»Ich lebe auch gerne in Trier«, verteidigte sie sich. »Aber München ist und bleibt meine Heimat.«
Nach dem Essen bat Herr Schmitt seine Tochter in seine Bibliothek, die ihm auch als Arbeitszimmer diente.
»Was ist, Papa?«, fragte sie neugierig. »Du wirkst so feierlich.«
Er lächelte. »Ja, das bin ich in der Tat. Wie du weißt, habe ich mir große Vorwürfe gemacht, dass ich in deiner Gegenwart sagte, dass ich Ricarda nach dem abgebrochenen Studium nicht mehr finanzieren würde, wenn sie meine Tochter wäre.«
»Aber das ist doch längst vergessen!«, rief Jo rasch.
Er nickte. »Nun, mein Töchterlein, wie du weißt, planen wir gerne. Wir haben seit dem Tag deiner Geburt für dich gespart. Als du achtzehn wurdest, habe ich eine ordentliche Summe draufgelegt und das Geld angelegt. Es ist noch bis zu deinem fünfundzwanzigsten Geburtstag festgeschrieben, also wenn du in finanziellen Schwierigkeiten bist, komm bitte zu uns und plündere nicht den guten Vertrag, den ich für dich ausgehandelt habe.«
Jo wurde es warm. Sehr warm. Hatte sie nicht auch im Traum eine größere Summe Geld besessen?
»Warum gibst du mir das?«, fragte sie.
»Eigentlich solltest du es zu deinem Abschluss bekommen, aber ich möchte diese Zuwendung nicht an deinen Erfolg knüpfen. Wir sind immer für dich da, egal, was du tust. Deshalb fanden wir, es sei richtig, es jetzt zu tun.« Er blinzelte und überreichte ihr ein Blatt Papier. »Das ist nur der letzte Kontoauszug, ich werde mit dir am Montag zur Bank gehen und das Geld überschreiben.«
Jo starrte auf die Zahl. Ihr wurde schwindelig. »Meine Güte!«, rief sie. »Hast du etwa sämtliche Münchner Geldautomaten gesprengt?«
Herr Schmitt lachte. »Es ist zum Aufbau deiner Existenz. Egal, was du vorhast. Ohne Bedingungen.«
Das Blatt in ihrer Hand zitterte. »Ich weiß nicht, ob ich …«
»Es gehört dir. Es hat immer dir gehört.«
»Danke, Papa.« Jo wischte mit dem Handrücken über ihre Wange. »Das ist … ich weiß nicht, was ich sagen soll.« Sie sah ihn an. »In meinem Traum kam das auch vor. Ich hatte es vergessen, es war ja auch nicht wichtig, aber jetzt … das ist unglaublich.«
»Ist alles in Ordnung?«, fragte Moritz, als sie wieder nach unten kam.
Jo nickte. »Ich habe die besten Eltern«, sagte sie leise. Dann ging sie zu ihrer Mama und nahm sie in den Arm.
»Ach, mein Schatz, wir sind so froh, dass du dich gut erholt hast. Wir wünschen uns, dass du die beste Version aus dir machst. Egal, ob als Anwältin oder in einem anderen Beruf.«
»Ich will aber Anwältin werden!«
»Dann wirst du es schaffen. Und wenn du möchtest, kannst du später bei uns einsteigen und die Kanzlei übernehmen. Falls nicht, finden wir auch eine Lösung.«
Ihr Vater lächelte. »Wichtig ist allein, dass du glücklich wirst.«
Jo war so gerührt, dass sie am Liebsten eine Runde geweint hätte. Dann sah sie Moritz’ verständnislosen Blick. »Ein weiterer Aspekt aus meinem Traum«, murmelte sie.
Moritz nickte. »Also fehlen nur noch die beiden Kater.«
»Die tauchen hoffentlich erst dann auf, wenn wir ihnen ein Zuhause mit Auslauf bieten können.« Jo kratzte sich am Ohr. »Wobei ich sie vermisse. Puschel war echt süß.«
Am nächsten Morgen gingen Jo und Moritz gemeinsam spazieren. Jo zeigte ihm all ihre Lieblingsplätze, wo sie häufig hingegangen war, wenn sie eine Pause vom Abistress benötigte.
Irgendwann setzten sie sich auf eine Bank und genossen die angenehm frische Luft.
»Es riecht total nach Sommer«, sagte Jo glücklich. »Noch vor einem Jahr war ich fix und alle, und jetzt? Kann das Leben noch schöner werden?«
»Ab jetzt geht es nur noch abwärts«, scherzte Moritz und kitzelte sie unter den Armen.
»Hey, da habe ich ja wohl ein Wörtchen mitzureden!«
»Ernsthaft, man kann nicht immer nur Glück haben«, sagte er leise.
»Das weiß ich doch«, erwiderte sie. »Mir steht der Kontrast noch lebhaft vor Augen, glaub es mir. Trotzdem werde ich mich nicht mehr zurückziehen und hängenlassen, das habe ich mir fest vorgenommen. Wenn ich noch einmal in eine Krise geraten sollte, vertraue ich mich den Menschen an, die mich lieben.«
Moritz umfasste sie fester. »Das will ich schwer hoffen! Und falls du es nicht schaffst, komme ich auf einem Pferd angeritten, zücke mein Schwert und werde die Dornenhecke rund um deinen Turm niedermetzeln.«
Jo kicherte. »Ehrlich gesagt kann ich mir dich auf einem Pferd gar nicht vorstellen.«
»Naja, Skier stehen mir besser«, gab er zu.
»Ich habe nicht vor, mich wieder einzumauern«, sagte sie versonnen. »Aber ich könnte mir vorstellen, nach dem Staatsexamen nach München zu ziehen. Vielleicht, wenn du mit deinem Facharzt fertig bist.« Sie sah ihn an.
»Mir gefällt es hier«, sagte er. »Und gute Kliniken gibt es ebenfalls.«
»Weißt du, wovon ich träume?«, fragte sie.
»Hm?«
»Wir könnten irgendwann zusammen in einem Gebäude arbeiten. Ich mache eine Kanzlei im ersten Stock auf, und du deine Praxis im Erdgeschoss.«
»Dir ist schon klar, wie teuer radiologische Geräte sind?«, fragte er.
»Ja, aber die bezahlen sich doch durch die Untersuchungen. Und Träume sind nicht verboten, oder?«
»Nein, das sind sie nicht. Besonders, wenn du mich dabei so süß anstrahlst.«
Moritz lehnte sich zu ihr herüber, streichelte mit seinem Daumen über ihre Wange und küsste sie zärtlich.
Plötzlich hörte Jo ein Lachen. Sie löste sich von seinen Lippen und drehte den Kopf – gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie ein weißhaariger Mann hinter ein paar Bäumen verschwand.
Sie lief ihm nicht hinterher, denn sie wusste, dass sie ihn nicht erreichen würde. Aber in ihrem Herzen wünschte sie Herrn Engel und den Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen auf ihn und seine ungewöhnlichen Methoden trafen, alles erdenklich Gute.