Kapitel 13 - Engel und Apfelkuchen
By Mella Dumont
»Erzähl mir das bitte genauer«, bat Moritz, als sie in einem gemütlichen Weinlokal in der Trierer Innenstadt saßen. »Woran hast du in dem Moment gedacht, als deine Erinnerungen zurückkamen? Gab es vielleicht einen Auslöser? Was hast du gerade getan?« Er hatte beschlossen, mit Jo auszugehen, da es ihr trotz des Zusammenstoßes mit Max gut ging. Es war ein so milder Abend, dass man draußen sitzen und die Leute beobachten konnte.
»Ehrlich gesagt war gar nichts Besonderes geschehen. Die Erinnerungen waren plötzlich da – aber eben nicht alle.« Jo kniff vor Anstrengung die Augen zusammen, als sie versuchte, Moritz zu beschreiben, was sie erlebt hatte. »Ich war in meinem Arbeitszimmer. Womit ich mich gerade beschäftigt habe, weiß ich nicht mehr. Es geschah einfach.« Sie sah ihn an. »Das klingt völlig bescheuert, richtig?«
»Das finde ich nicht«, erwiderte er.
Plötzlich musste sie an Herrn Engel denken. »Wollen Sie denn Anwältin bleiben?«, hatte er sie gefragt – und Jo hatte diese Frage ohne zu zögern mit einem energischen Ja beantwortet.
»Was ist los?«, unterbrach Moritz ihre Gedanken. »Du wirkst abwesend.«
Jo seufzte. »Es gibt nichts Privates in meinen Erinnerungen, außer das Passwort zu dem Mailfach, in dem ich Max’ Nachrichten abgelegt habe. Ich kenne die Gesetze, den Inhalt meines Studiums, Verträge und Kundenakten. Allerdings könnte ich dir nicht sagen, ob mein gegenwärtig wichtigster Mandant eine Tochter hat.«
»Du bist auf einem guten Weg«, sagte Moritz. »Ich habe eben noch mit unserem Neurologen geschnackt, er ist ein Freund aus Studienzeiten. Er findet deinen Fall ziemlich ungewöhnlich – aber er ist optimistisch.«
»Und dann ist da noch die Sache mit dem Apfelkuchen, die mich so fuchst«, fuhr Jo fort. »Johanna mag ihn, ich mag ihn, aber es gibt ihn nirgendwo zu kaufen. Und Google kennt kein einziges Rezept.«
»Seit wann macht man aus Äpfeln Kuchen?«, fragte Moritz und runzelte seine Stirn. »Diese kleinen, harten Dinger taugen doch nur für Fruchtwein.«
»Das sind Viez- oder Mostäpfel«, erklärte Jo. »Ich meine die richtigen Äpfel. Zum Reinbeißen und Genießen.«
»Was ist das?«
»Das ist nicht dein Ernst«, rief sie entsetzt. Dann grinste sie. »Du veräppelst mich!« Sie lachte über ihren eigenen Wortwitz. Veräppeln, ja das war gut.
»Fruchtwein kann ich dir bestellen, es gibt verschiedene Sorten. Wenn du den Traubenwein, den wir gerade trinken, nicht magst«, sagte Moritz und drehte am Stiel seines Glases.
»Kein Apfelkuchen?«, fragte sie entsetzt.
Er schüttelte den Kopf.
Jo konnte es nicht fassen. »Granny Smith? Pink Lady? Delicious? Braeburn?«
Moritz warf ihr einen irritierten Blick zu. »Ich glaube, du musst morgen noch mal mit unserem Neurologen reden. Das da würde er vermutlich unter Wahnvorstellungen klassifizieren. So genau kenne ich mich auf seinem Gebiet nicht aus.«
Jo wurde es unangenehm heiß. »Einigen wir uns darauf, dass ich einen Fehler gemacht habe«, sagte sie rasch. »Ich werde später noch mal nach Apfelwein googeln, der muss ja zu finden sein.«
»Denke ich auch.« Moritz lächelte. »Du hast heute schon Verträge abgeschickt?«
»Und du hast Angst, dass ich Unsinn abgeliefert habe«, schlussfolgerte sie scharfsinnig. »Keine Sorge, es sind kommentierte Entwürfe. Falls ich weniger fit bin, als ich denke, wird Max mit gewohnter Freundlichkeit dazwischen grätschen.« Mist, warum hatte sie seinen Namen erwähnt? Dieses Thema konnte ein Date nur verderben. »Was für ein Glück, dass ich nicht bei ihm wohne«, sagte sie. »Da ich so viele Bewerbungen abgeschickt habe und er mein Chef ist, war ich wohl schon länger unzufrieden. Sollte Liebe nicht eine Amnesie überdauern?«
»Gute Frage«, murmelte Moritz. »Gibt es eine Person, zu der du dich hingezogen fühlst?«
»Johanna«, sagte sie, »jedenfalls, seit sie etwas heiterer drauf ist. Vorher hat sie mich wütend gemacht, sonst hätte ich den Wasserbecher nicht über ihr ausgeleert. Aber jetzt … Es fühlt sich an, als seien wir Schwestern. Ich zu früh geboren, sie das Nesthäkchen.«
»Man merkt, dass ihr euch gegenseitig gut tut. Du hast viel bei ihr erreicht.«
Jo trank einen Schluck. »Ich denke, dass sie nur Pech gehabt hat.«
»Manchmal brauchen wir jemanden, der uns im richtigen Moment zur Seite steht, damit es weiter geht. Ich habe während meiner Ausbildung auch mal fast den Mut verloren.«
»Erzähl«, bat sie und sah ihn gespannt an.
Moritz starrte abwesend in die Luft. »Ich war ein guter Student, sehr fleißig und ehrgeizig, aber das sind fast alle Mediziner. Wir wissen schon vorher, dass wir viel pauken müssen. Fakten, Zusammenhänge, noch mehr Fakten.«
»Das kennen wir Juristen auch«, warf sie ein.
»Im Praktischen Jahr waren Innere Medizin und Chirurgie Pflicht, jeweils für vier Monate. In der Inneren kam ich noch einigermaßen klar, auch wenn sich bei Magenspiegelungen mein Magen mit umgedreht hat. In der Chirurgie wurde es dann schwierig. Wir haben vorher sezieren gelernt, aber ein lebendes Herz schlagen zu sehen, hat mich total überfordert. Das ist nur ein Beispiel, es gab zahlreiche unangenehme Situationen, damit will ich dir den Wein nicht verderben.«
»Du verdirbst hier überhaupt nichts«, versicherte sie ihm rasch. »Ich finde das sehr interessant.«
»Naja, Chirurgen sind besondere Charaktere«, fuhr er fort, »sie spüren sofort, wenn du Schwäche zeigst, und hacken dann auf dir herum. Es gab Momente, da wollte ich aufgeben. Durch die vielen Nachtdienste war ich körperlich und seelisch erschöpft. Als die vier Monate endlich vorbei waren, rettete ich mich mit knapper Not in die Radiologie. Das ist ein Job, den ich gerne mache und auch wirklich gut.« Er seufzte. »Diese vier Monate waren meine persönliche Hölle. Chirurgen können sehr ungerecht werden, wenn sie merken, dass ein angehender Arzt ihre Leidenschaft nicht teilt.«
»Ich habe mal irgendwo gelesen oder gehört, dass viele von ihnen Psychopathen sind.«
»Man muss eine gewisse innere Härte für den Job besitzen. Du kannst nicht jeden retten, den sie dir auf den Tisch legen. Manchmal scheiterst du, weil du nicht gut genug warst, manchmal ist Gevatter Tod im Vorteil und spielt seine Trümpfe gnadenlos aus. Und dann das Handwerk! Sie hämmern, schrauben und sägen, dass es einem übel wird. Einmal bin ich bei einer Oberschenkelhalsfraktur fast ohnmächtig geworden. Ich bin froh, dass jemand anderes bei Johannas OP assistiert hat und dass ich seit Jahren keinen Operationssaal mehr betreten musste.«
»Du hast deinen Weg gefunden«, sagte sie. »Ohne deine Diagnosen können die Chirurgen ihre Eingriffe nicht planen.«
»In der Radiologie konnte ich mich erholen. Im ersten Monat saß ich meistens an CT-Arbeitsplätzen und schaute erfahrenen Ärzten zu, später durfte ich selbst Befunde diktieren. Danach kamen Röntgen und MRT dran. Ich hatte pünktlich Feierabend und fand zurück in einen Rhythmus. Dadurch konnte ich nachts wieder richtig schlafen. Das war eine enorme Erleichterung.«
Ein warmes Gefühl rieselte Jos Rücken hinab. Es gefiel ihr, dass er seine Sorgen mit ihr teilte. Jeder Mensch musste Tiefpunkte im Leben durchschreiten. »Meine härteste Phase kennst du ja schon«, sagte sie lächelnd, »die anderen habe ich vergessen.«
»Darf ich noch ein schwieriges Thema mit dir teilen?«, fragte er leise.
»Du willst wissen, was passiert, wenn ich mein Gedächtnis wiederfinde und unsterblich in Max verliebt bin.«
Er nickte. »Unter anderem.«
»Ich kann es natürlich nicht vorhersagen«, begann sie vorsichtig, obwohl sie davon überzeugt war, dass dieser schreckliche Mann niemals ihr Partner sein könnte. »Als Anwältin messe ich die wahre Liebe daran, auch in schwierigen Zeiten füreinander da zu sein. Du hast live miterlebt, wie Max sich verhalten hat. Das wird kaum besser werden, wenn ich mal wegen eines Unfalls im Krankenhaus lande oder wenn etwas anderes Schlimmes passiert.«
»Dieser Gedanke kam mir auch«, gestand er.
Jo lächelte schwach. »Ich mache mir viel mehr Sorgen darum, dass du mit einer Frau, die einen Schaden hat, nicht zusammen sein willst.«
»Das mit den Äpfeln ist schon ziemlich merkwürdig«, gab er zu. »Aber dein Verlobter macht mir größere Sorgen.« Er sah sie kurz an, dann blickte er weg. »Wie wirst du dich entscheiden?«
»Was meinst du?«, fragte sie.
»Wirst du ihn am Montag heiraten?«
»Ehrlich gesagt möchte ich es nicht tun«, erklärte sie. »Aber ich habe ein schlechtes Gewissen, der alten Jo ihren Mann wegzunehmen, wenn ich für sie entscheide.« Sie blickte ihn an. »Es ist, als seien wir zwei verschiedene Personen. Sie hat sich für ihn entschieden, lebt aber nicht mit ihm zusammen. Ich lernte ihn kennen und mag ihn nicht. Doch was, wenn ich am Dienstag wieder weiß, warum ich ihn heiraten wollte?«
Moritz kratzte über seine Wange. »Wenn er dich wirklich liebt, wird er mit einem Aufschub einverstanden sein.«
»Er glaubt mir ja nicht mal, dass ich eine Amnesie habe. Außerdem will er, dass ich mein Haus verkaufe. Irgendwie habe ich ein blödes Gefühl dabei, aber ich weiß nicht, warum.«
»Du bist Anwältin, fühl ihm auf den Zahn«, riet er ihr. »Als Mitarbeiterin bist du von ihm abhängig.«
»Sicher habe ich nicht ohne Grund so viele Bewerbungen geschrieben.« Sie versuchte sich an einem zuversichtlichen Lächeln. »Ich werde alles recherchieren, darauf kannst du dich verlassen. Nach dieser Szene, die er in deinem Büro abgeliefert hat, betrachte ich ihn nicht mehr als meinen Partner oder Freund.«
»Und die Konsequenz?«
»Nein, ich mache noch nicht offiziell Schluss, auch wenn dich das verletzt«, sagte sie und seufzte. »Allerdings habe ich schon mit der Hochzeitsplanerin vereinbart, dass sie die Absage der Feier übernimmt, sobald ich sie darum bitte. Sie hat alle Kontaktadressen und ich darf sie auch mitten in der Nacht anrufen.« Jo blickte Moritz an. »Aber zuerst muss ich mehr herausfinden. Falls er mich in der Region schlechtmacht, finde ich nie eine neue Stelle. Ich muss überlegt vorgehen.«
»Du musst nichts übers Knie brechen.«
Jo konnte sehen, wie schwer es ihm fiel, das zu sagen. »Du bist ein ganz besonderer Mensch«, flüsterte sie ergriffen.
Drei kichernde Frauen nahmen am Nachbartisch Platz. »Wir werden beobachtet«, sagte Moritz und grinste. »Die neu angekommenen Gäste sind Pflegekräfte.« Dann erhob er seine Stimme. »Rechtsanwältin Vogel, wie bewerten Sie die Situation, wenn neugierige Kolleginnen sich an den Nachbartisch setzen, um Sie zu belauschen?«
Jo sah hinüber und räusperte sich. »In Anbetracht der Tatsache, dass es auf der anderen Seite viele weitere freie Plätze gibt, kann dieses Verhalten durchaus als problematisch gewertet werden.«
Die Schwestern kicherten. »Geben Sie uns Bescheid, wenn wir uns woanders hinsetzen sollen, Herr Doktor!«, sagte eine von ihnen und blinzelte ihn an. »Einige Kolleginnen werden enttäuscht sein, wenn wir ihnen erzählen, was wir gesehen haben.«
»Nur Klatsch und Tratsch«, sagte er gelassen zu Jo, als die Bedienung kam und die Frauen ablenkte. »Sie haben einen anstrengenden Job und nutzen jede Gelegenheit, um sich zu amüsieren. Leider manchmal auch auf Kosten anderer.«
»Du bist sehr verständnisvoll«, sagte sie leise und hoffte, dass die Frauen sie nicht hörten.
»Gell?« Er grinste sie vertraulich an. »Was wirst du morgen tun?«
»Falls du keine Zeit für mich hast?«, fragte sie zurück. »Dann recherchiere ich.«
»Du willst mehr über Max herausfinden.«
Sie nickte entschlossen. »Auf jeden Fall. Er ist eine tickende Zeitbombe.«
»Langsam, junge Frau«, sagte Moritz. »Du bist mit ihm verlobt, so schlimm kann er nicht sein. Außer, …«
»Ja?« Ihr Herz klopfte.
»Angenommen, es ist etwas vorgefallen. Am Freitagmorgen, kurz vor der Amnesie. Etwas sehr Schlimmes, das deine Psyche überfordert hat. Dann könnte sein Verhalten der Auslöser für deine Krankheit sein.«
»Genau!«, ereiferte Jo sich.
»Moment! Wir wissen es nicht. Es ist eine mögliche Theorie von vielen. Du darfst nicht vergessen, dass es für ihn schwer zu begreifen ist. Stell dir mal vor, wir beide wären ein Paar und hätten schon darüber gesprochen zu heiraten.«
»Erzähl weiter!«, bat sie schelmisch.
»Und von einem Tag auf den anderen weiß ich nicht mehr, wer du bist. Wie würdest du dich fühlen?«
Jo seufzte. »Ich habe nicht den leisesten Schimmer.« Dann straffte sie ihren Rücken. »Aber eins weiß ich: Ich würde das für dich tun, was du in diesem Moment brauchst. Wahre Liebe bedeutet, den anderen wichtiger zu nehmen als sich selbst.«
»Es ist eine Ausnahmesituation für ihn, darauf müssen wir Rücksicht nehmen. Vielleicht kennt er dich als starke Lady, die immer sofort zur Stelle ist, wenn es im Job brennt.«
»Davon gehe ich aus. Trotzdem kann im Leben immer etwas schiefgehen. Hätte er mich auch so angepflaumt, wenn ich Krebs hätte oder wie Johanna mit gebrochenem Bein im Krankenhaus liegen würde?«
»Du musst ihm noch eine letzte Chance geben.«
Jo unterdrückte ein entnervtes Seufzen. Der Abend verlief nicht so, wie sie es sich erhofft hatte. »Es verletzt mich, dass ausgerechnet du das sagst. Eben klang das nämlich noch anders.«
»Ich versuche, ein wenig objektiv zu bleiben. Glaub mir, das ist nicht leicht.«
Sie redeten die ganze Zeit über leise, da sie ständig das Gefühl hatten, belauscht zu werden.
»Können wir das Thema jetzt bitte vergessen?«, bat sie. »Es macht mir schlechte Laune und ich will mich in deiner Gegenwart nicht mies fühlen.«
»Dann lass mich überlegen, wie ich dich aufheitern kann«, schlug er vor. »Über Pfingsten habe ich frei. Wie wäre es, wenn wir in Luxemburg durch das Müllerthal wandern?« Er verstummte. »Oh, da ist … Entschuldige.« Er hatte die anstehende Hochzeit einen Moment lang verdrängt. »Falls du es tust, wirst du mich einladen?«
Jo starrte durch den Tisch. »Ich habe herausgefunden, dass ich Läuferin bin, da wird mir eine Wanderung sicher gut tun. Ob sie am Montag stattfinden kann, da bin ich mir noch nicht hundertprozentig sicher.«
»Lass uns in den nächsten Tagen zusammen laufen«, schlug er vor. »Wir nehmen einen kleinen Rundkurs durch den Weishauswald, dann können wir nach der ersten Runde eine weitere Schleife ziehen oder aufhören – je nachdem, wie du dich fühlst.«
»Das wäre super!«, freute sie sich. »Ich kenne nämlich noch gar keine Laufstrecken.«
»Wenn du auch mal ohne mich trainieren möchtest, rate ich dir zum Moselufer. Dort ist es übersichtlich, da kannst du dich nicht überfordern. Meine Lieblingsstrecken zeige ich dir nach und nach.«
Jos Inneres hüpfte vor Freude. Laufen mit Moritz, das klang fantastisch. Die Schwestern am Nachbartisch kicherten.
»Die werden wieder tratschen«, sagte Moritz und seufzte. Aber seine Augen zwinkerten lustig. »Es ist immer ein beliebtes Gesprächsthema, wenn ein Arzt mit einer Frau mehr Zeit verbringt, als beruflich notwendig.«
»Lassen wir sie reden«, schlug Jo vor. »Es ist nicht verboten, in der Stadt zu sitzen und Wein zu trinken. Ihnen nicht und uns auch nicht.«
Am Tisch der Krankenschwestern kam keine Unterhaltung in Gang, da sie sich ständig von dem, was Moritz sagte, ablenken ließen. Gerade hatte Jo beschlossen, dass sie gerne in ein anderes Lokal wechseln wollte, da klingelte sein Handy. »Es tut mir leid«, sagte er. »Ein junger Kollege hat Dienst und ist sich unsicher, wie er den Befund des Notfalls interpretieren soll.« Er seufzte. »Mir haben am Anfang auch viele geholfen, ich möchte ihn unterstützen.«
»Kein Problem«, sagte Jo, obwohl sie sehr enttäuscht war. »Fahr los. Ich bezahle, mache noch einen Spaziergang und nehme mir ein Taxi nach Hause.«
»Bist du dir sicher?«
Sie nickte heftig. »Zisch ab, du wirst gebraucht.«
Moritz erhob sich und küsste sie auf die Wange. »Du bist ein echter Schatz. Dein Verlobter kann sich glücklich schätzen.«
Sie sah ihm traurig nach, als er verschwand.
»Das bringt der Beruf mit sich«, sagte eine der Krankenschwestern. »Wollen Sie sich zu uns setzen?«
Jo schüttelte den Kopf. »Danke, das ist sehr nett, aber ich mache jetzt noch einen kleinen Spaziergang und gehe dann früh ins Bett.«