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Readers Treasury

Kapitel 8: Kapitel Acht - Secrets of the Sea - Erinnerungsdiebin

By B.E. Pfeiffer

Pearls leises Schnarchen lullte mich ein. Immer wieder sanken meine Lider hinab und mein Kopf kippte nach vorn. Dann schreckte ich hoch, kniff mir selbst in die Wange und versuchte, die Müdigkeit abzuschütteln. Es gelang mir nicht.

Seit Maya mir eine Pluderhose, hohe Lederstiefel und einen Taillengürtel zum Schnüren – alles in schwarz – sowie eine weiche hellblaue Tunika gebracht hatte, war ich mit Pearl allein in der Unterkunft. Nachdem meine Freundin den halben Braten, den Maya uns serviert hatte, allein verspeist hatte, war sie eingeschlafen. Und ich versuchte mit allen Mitteln, wach zu bleiben.

Aber das Schwanken des Schiffes, das leise Knarren des Holzes … all das wirkte so seltsam beruhigend auf mich. Fast so, als würde mich das Schiff kennen, würde mit mir sprechen, mich trösten und willkommen heißen. Was absolut schwachsinnig klang, sogar in meinen Gedanken. Dennoch konnte ich dieses Gefühl nicht abschütteln. Und auf eine komische Art und Weise, die mich selbst überraschte, wollte ich es auch gar nicht.

Pearl hatte schon recht: Viele Alternativen zu Caspian und seiner Crew besaßen wir nicht. In einer fremden Stadt neu anzufangen, war ein Risiko. Eines, dem ich Pearl nicht aussetzen wollte. Mein Blick fiel auf ihren kleinen Körper. Das Fell schimmerte im Schein des Feuers, ihre Pfoten ruhten auf ihrer Brust und sie sah aus, als würde sie im Schlaf lächeln. Pearl fühlte sich offensichtlich sehr wohl an Bord des weißen Schiffs. Falls ich Caspians Angebot also ablehnte, würde ich Pearl vermutlich bitten, hierzubleiben.

Als es an der Tür knarrte, schob ich die Gedanken von mir und richtete mich auf. Mit einem verstohlenen Blick öffnete Caspian die Tür und sah sich um. Kaum entdeckte er mich, schmunzelte er.

»Sieh an, du bist noch wach«, meinte er.

Ich hob einen Finger an die Lippen und deutete auf Pearl. Caspian nickte und betrat den Raum. Mit erstaunlich leisen Schritten durchquerte er ihn, ging auf den Schreibtisch zu und ließ mich dabei nicht aus den Augen.

»Du wolltest nicht schlafen?«, fragte er leise.

»Ich bin davon ausgegangen, dass du nur kurz beschäftigt sein wirst«, erwiderte ich schroff. »Oder hast du gehofft, ich würde vor Erschöpfung einschlafen und hätte morgens alles vergessen?«

Er lachte leise auf, schüttelte den Kopf und wandte sich dem Tisch zu. »Ich wollte nur Rücksicht auf dich nehmen, Flüsterin. Du sahst aus, als könntest du ein Nickerchen gebrauchen.«

»Ich bin gerade nicht sicher, ob du nett sein oder mich beleidigen willst.«

»Ersteres. Letzteres nur, wenn du es möchtest.«

Schnaubend stand ich auf. Meine Beine fühlten sich ein wenig taub an, weil ich so lange auf dem Boden gesessen hatte. Selbst jetzt, mit trockener Kleidung am Leib, erschienen mir mein Haare noch zu feucht, als dass ich auf einem der teuer aussehenden Sessel Platz nehmen könnte.

Ich streckte mich und beobachtete Caspian, wie er eine Schublade aufzog, hineingriff und eine Flasche mit bernsteinfarbener Flüssigkeit hervorholte. Zwei Gläser folgten. Ohne mich zu fragen, schenkte er in beide bis knapp unter den Rand ein, kam trotz des leichten Schwankens des Schiffs mit sicheren Schritten zu mir und bot mir eines der Gläser an.

Zögerlich griff ich danach, hob es an meine Nase und schnüffelte an der Flüssigkeit.

»Es ist nicht vergiftet, falls du das befürchtest«, meinte er belustigt. Nur in seinen Augen erkannte ich, dass er verletzt war.

»Ich bezweifle, dass du uns beiden Gift zu trinken gibst«, versicherte ich ihm. »Allerdings trinke ich so gut wie keinen Alkohol, nehme jedoch an, dass du mir welchen gegeben hast. Also versuche ich herauszufinden, wie scharf das Zeug ist, damit dir nicht vor Lachen alles aus der Nase schießt, wenn ich röchelnd nach Luft schnappe.«

Seine Mundwinkel zuckten. »Du trinkst kaum Alkohol?«

Ich hob die Schultern. »Bei Gesprächen will ich so klar wie möglich bleiben, also bestelle ich nie etwas, das mir schmecken könnte. Und ich habe genug Menschen gesehen, die den Alkohol zu sehr genossen haben und dann für andere leichte Opfer wurden. Das wollte ich nie. Also habe ich nie damit angefangen.«

»Verstehe. Nun, das hier ist ein Likör von irgendeiner Beere. Bitte frag mich nicht, welche, ich erkenne den Geschmack kaum. Aber er ist süß und wärmt von innen. Ich dachte, das könnten wir beide vertragen.«

Erst da wurde mir bewusst, dass er immer noch dieselbe Kleidung trug wie vorhin.

»Du hast dich nicht umgezogen«, stellte ich mit gerunzelter Stirn fest.

»Dieses Schiff – die Tempest Rage, falls du seinen Namen kennen willst –, lässt sich nicht von jedem steuern.«

»Weil es nicht jeder kann?«

Mit einem verschwörerischen Grinsen schüttelte er den Kopf, hob das Glas an und wartete, bis ich mit ihm anstieß. Während er den Likör in einem Zug austrank, nippte ich nur daran. Fruchtige Süße breitete sich auf meiner Zunge aus, aber auch eine angenehme Schärfe. Nachdem ich ein weiteres Mal gekostet hatte, stellte ich das Glas auf dem Tisch zwischen den Sesseln ab.

»Schmeckt er dir nicht?«, wollte Caspian wissen.

»Doch. Aber wir werden jetzt über etwas reden, das meine Zukunft betrifft. Da kann ich es nicht gebrauchen, dass mir ein Likör zu Kopf steigt.«

Caspians Antwort war ein breites Grinsen. »Ich werde mich schnell umziehen, ich hoffe, das steigt dir nicht ebenfalls zu Kopf«, meinte er und öffnete dabei bereits die Knöpfe seines Hemds.

»Dann gehe ich raus, und …«

Ein Klicken erklang und als ich zur Tür schaute, drehte sich der Schlüssel von selbst um. Caspian lachte leise.

»Das Schiff will nicht, dass du jetzt gehst. Interessant«, meinte er.

Ich funkelte ihn an. »Das Schiff will es nicht? Welchen Trick wendest du hier gerade an?«

»Keinen. Ich schwöre bei meinem Leben, dass dieses Schiff einen eigenen Willen besitzt und gerade entschieden hat, dass du mir beim Umziehen zusehen sollst.«

»Und wieso sollte das Schiff das wollen?« Ich pikste ihm mit dem Zeigefinger in die Brust. Eine verdammt harte Brust. Nicht ablenken lassen. »Das ist ja wohl eher dein Wille, oder?«, fragte ich viel zu lasch.

Er grinste nun so breit, dass es fast von Ohr zu Ohr reichte. »Glaub mir, das Schiff ist sehr eigen, genau wie sein Wille. Vielleicht möchte es nur herausfinden, wer von uns beiden die größere Willensstärke besitzt.« Er beugte sich nach vorn und sein Atem strich über meine vom Likör erhitzten Wangen. »Vielleicht kannst du nicht an dich halten, wenn du meinen nackten Oberkörper siehst«, raunte er und betrachtete mich eingehend. »Deine Kleidung kratzt nämlich bereits ziemlich an meiner Beherrschung.«

Sein Blick war intensiv, sein Lächeln ein sündiges Versprechen. Und für einen Moment fragte ich mich, was dabei wäre, mich auf diesen Piraten einzulassen, da ich ja ohnehin nicht vorhatte, bei ihm zu bleiben. Allerdings übernahm meine Vernunft sehr schnell wieder das Kommando und erklärte mir, dass Caspian nur mit mir spielte, um zu bekommen, was er wollte.

Ich legte meine Hand auf seine halb entblößte Brust, zwang mich, nicht zu seinen Tätowierungen hinunterzusehen, sondern seinem Blick standzuhalten. Mit aller Kraft versetzte ich ihm einen Schubs. Caspian taumelte nicht einmal, grinste nur und zwinkerte mir schließlich zu.

»Also ist deine Willensstärke größer, als gedacht«, meinte er amüsiert.

Das war der letzte Beweis, den ich gebraucht hatte, um mir bewusst zu werden, dass er nur mit mir spielte.

»Oder dein Charme ist nicht so umwerfend, wie du denkst«, erwiderte ich frostig.

Das entlockte ihm nur ein weiteres Zwinkern.

Zu meiner Überraschung bewegte er sich an mir vorbei auf den Schrank zu, öffnete die Türen und versteckte sich vor meinem Blick, während er sich umzog. Hatte Caspian doch so etwas wie Manieren?

Es dauerte nicht lange, da schloss er die Tür und kam in einer engen schwarzen Hose, weißem Hemd und dunkelblauem Gehrock mit goldenen Verzierungen an den Armaufschlägen zu mir zurück. Mit einer Handbewegung bot er mir einen Sitzplatz an, also ließ ich mich auf einem der Sessel nieder.

Caspian warf einen Blick auf die immer noch schlafende – und schnarchende – Pearl, lächelte und setzte sich auf den anderen Sessel.

Seine Haltung war makellos, er saß aufrecht und ließ keinen Zweifel zu, dass er der Captain dieses Schiffs war. Während ich ihn betrachtete, fielen mir die dunklen Schatten unter seinen meerblauen Augen auf. Ob er müde war?

»Die Nacht war lang«, meinte er.

»Kannst du Gedanken lesen?«, fragte ich misstrauisch.

»Nein, aber ich bin gut darin, andere zu beobachten. Du hast meine Augenringe bemerkt und dich vermutlich gewundert, woher sie kommen.«

»Nicht ganz«, log ich. Caspians Ego brauchte nicht noch mehr Streicheleinheiten.

»Aber nah dran, richtig?« Er grinste selbstgefällig. »Das ist meine Magie. Ich besitze keine Kräfte, aber ich kann Menschen gut lesen. Deswegen weiß ich, dass du mir gegenüber nicht so gleichgültig bist, wie du es mich gerne glauben lassen würdest.«

»Du hast eine viel zu hohe Meinung von dir und deiner Wirkung auf andere.« Ich richtete mich im Sessel auf. »Und jetzt lass uns über dein erweitertes Angebot sprechen, damit wir das hinter uns haben.«

»So, wie du das sagst, klingt es, als hättest du deine Entscheidung längst gefällt.« Geräuschvoll atmete Caspian aus. »Aber gut. Hier ist mein erweitertes Angebot: Ich biete dir an, Teil meiner Crew zu werden.«

Ich grunzte belustigt. »Interessant. Wenn ich Teil deiner Crew werde, könntest du mir nämlich befehlen, den Auftrag auszuführen, nicht wahr?«

»So läuft das bei uns nicht.« Mit einem Mal war er vollkommen ernst. »Jeder hier an Bord ist mir wichtig und ich beschütze die Crew mit meinem Leben.«

»Ist das bei allen Piraten so?«

Er zuckte mit den Schultern. »Was kümmert es mich, wie andere das handhaben? Ich will es so. Maya und die anderen sind für mich mehr eine Familie als die Menschen, mit denen ich zufällig blutsverwandt bin. Das kannst du glauben oder nicht, aber wenn du dich mit der Crew unterhältst, wird es dir jeder bestätigen. Und nein, ich habe niemanden dazu aufgefordert, das zu tun.«

Ich hielt seinem bohrenden Blick stand. »Wieso willst du die Erinnerung des Königs? Und um welche handelt es sich?«

In seinen Augen regte sich etwas, doch ehe ich den Ausdruck deuten konnte, verschwand er wieder.

»Wie du weißt, ist König Byron durch einen Putsch an die Macht gekommen«, erzählte er. »Varun versank in diesen Tagen angeblich in Blut und unzählige Lebewesen fanden ihr Ende. Eine Weile hielt er sich zurück, aber jetzt plant er wohl einen Krieg gegen die anderen sechs Reiche. Wenn das geschieht, wird nicht nur Varun in Blut ertrinken. Könnten wir ihm die Erinnerung nehmen, habe ich etwas in der Hand, um ihn zu erpressen.«

»Ah, und wieso willst du ihn von einem Krieg abhalten?« Ich hob das Kinn. »Das klingt gerade zu edelmütig.«

Er räusperte sich. »Es gibt noch einen weiteren Grund, aber den kann ich dir noch nicht verraten.«

»Wieso nicht?«

»Keine Ahnung, Flüsterin, vermutlich, weil du es bisher noch nicht einmal geschafft hast, mir deinen Namen zu nennen.«

Fort war jeglicher Schalk in seinen Augen und eine Ernsthaftigkeit, die ihn reifer wirken ließ, legte sich auf seine Züge.

Ich biss mir auf die Unterlippe. Noch war ich nicht bereit, Caspian vollständig zu vertrauen.

»Nehmen wir an, ich werde Teil deiner Crew«, wechselte ich deswegen das Thema. »Was würdest du von mir erwarten?«

»Du würdest dieselben Aufgaben bekommen wie jeder andere. Wir wechseln uns beim Kochen ab, du putzt das Schiff, hisst Segel und bringst dich in die Gemeinschaft ein. Wenn du mich darum bittest, bringe ich dir sogar das Schwimmen bei.«

Bei dem Gedanken im eiskalten Meer Schwimmunterricht zu bekommen, fröstelte ich. Allerdings war ich ins Wasser gefallen und es war nichts geschehen. Von dem Flüstern abgesehen. Vielleicht hatte ich mir das jedoch alles nur eingebildet, weil meine Angst mich zu fest im Griff gehabt hatte.

»Was ist mit dem Auftrag?«, hakte ich nach. »Du wirst mich wirklich nicht dazu zwingen?«

»Ich werde dich nie zu etwas zwingen«, erwiderte er aufrichtig. »Weder zu einem Auftrag noch zu etwas anderem. Alles, was ich erwarte, ist, dass du deine Pflichten ernst nimmst, Teil der Gemeinschaft wirst, die anderen Crewmitglieder beschützt, wie sie dich beschützen. Ich fordere nur Loyalität, Flüsterin. Und Vertrauen.«

»Daran könnte es scheitern.«

Schweigen senkte sich über uns. Caspian musterte mich nachdenklich und ich widerstand dem Drang, nach dem geisterblauen Leuchten zu schauen, das ich aus dem Augenwinkel wahrnahm. Offensichtlich gab es auch an Bord dieses Schiffes Geister.

»Du musst mir deine Antwort nicht sofort geben«, meinte Caspian und erhob sich. »Wir befinden uns auf dem offenen Meer und werden eine Weile keinen Hafen anlaufen. Bis es so weit ist, hast du Zeit, dich zu entscheiden. Rede mit der Crew oder vergrab dich in diesem Zimmer und grüble für dich. Mein Quartier soll dir gehören, bis du eine Entscheidung getroffen hast.«

»Du willst mich hier wohnen lassen?«, fragte ich ehrlich überrascht. »Und wo wirst du schlafen?«

»Es gibt genug Kajüten und Hängematten auf diesem Schiff. Ich bin nicht anspruchsvoll.«

»Wieso überlässt du mir deine Räumlichkeiten? Das ist …«

»Ein Versuch, dir zu beweisen, dass du mir vertrauen kannst.«

Ich verschränkte die Arme vor der Brust. »Das wird meine Entscheidung nicht beeinflussen.«

»Dieses Zimmer gehört dennoch dir.« Er zwinkerte. »Versuch zu schlafen, auch wenn ich davon ausgehe, dass es schwer wird, weil du zum ersten Mal auf einem Schiff bist. Doch ich denke, wenn du ein wenig ausgeruht bist und Maya dir ein ordentliches Frühstück gebracht hat, wirst du meinem Vorschlag gegenüber etwas offener sein, und vielleicht sogar besser gelaunt.«

»Ich bin immer griesgrämig. Gewöhn dich daran.«

Leise lachte er auf. »Dann muss ich mir etwas überlegen, um dich aus der Reserve zu locken.«

Noch während er auf die Tür zuging, wurde sie wie von Geisterhand entriegelt und schwang auf. Caspian blieb stehen, drehte sich zu mir um und neigte den Kopf. »Angenehme Nachtruhe, Flüsterin.«

Ich erwiderte nichts, sah nur zu, wie er den Raum verließ. Seufzend atmete ich aus und legte den Kopf in den Nacken. Müde. Ich war so müde.

»Er ist ein guter Junge«, erklang eine kratzige Männerstimme. »Ehrenhaft und stark. Du solltest netter zu ihm sein.«

Ich tat so, als hätte ich nichts gehört. Noch war ich nicht sicher, ob ich mich mit dem Geist wirklich unterhalten sollte. Er verschwand glücklicherweise nach wenigen Atemzügen, nahm mir die Entscheidung ab, mit ihm zu reden, und das blassblaue Leuchten mit sich.

Ächzend stand ich auf, hob Pearl behutsam auf den Arm und bewegte mich auf das Bett zu. Ich zog den Vorhang zur Seite und seufzte. Die Laken waren blütenweiß und die Matratze sah so weich aus wie eine Wolke. Noch nie hatte ich in so einem Bett geschlafen.

Schnell schlüpfte ich aus den Stiefeln und machte es mir im Bett bequem.

»Oh, ich muss abschließen«, nuschelte ich, legte Pearl auf dem Kissen ab und wollte aufstehen.

Da klickte das Schloss.

Ich schluckte. »Warst du das?«, fragte ich mit an die Decke gehobenem Blick. Ich hatte keine Ahnung, wo ich sonst hinschauen sollte, wenn ich mich mit einem Schiff unterhielt.

Die Balken knarrten leise. Ob das ein Ja war?

»Dann … danke«, murmelte ich.

Noch einmal knarrten die Balken, ehe es still wurde. Das Feuer im Kamin brannte weniger hell; ein Windhauch strich durch den Raum und blies die Kerzen im Kronleuchter aus, hinterließen nur den Geruch von Rauch. Als wollte das Schiff, dass ich wirklich einschlief.

Noch war ich nicht sicher, was ich von all dem halten sollte. Da war einerseits dieses seltsame Gefühl von Geborgenheit, doch gleichzeitig auch eine tiefe Angst, die ich nicht abschütteln konnte. In den letzten zwanzig Jahreszyklen war ich gut allein klargekommen. Pearl hatte mein Leben bereichert, aber ich hatte nie nach ernsthaften Verbindungen gesucht. Sich jemandem zu öffnen, hieß, mich verletzlich zu machen - und wenn ich eines nicht sein wollte, dann verletzlich. Denn das machte mich schwach; und schwache Taryna lebten nicht lange.

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