Kapitel 1: Berlin - New Memories
By Lilly Lucas
Bin da«, rief ich in den Flur, obwohl ich beim Aufschließen gesehen hatte, dass kein Licht brannte. Wahrscheinlich war Lara nach der Arbeit zu ihrem Freund gefahren. Mit einem Rums fiel die Tür hinter mir ins Schloss. Sie war alt und hatte jede Menge Macken. Genau wie unsere Wohnung. Ein gemütlicher Altbau in Charlottenburg, in den ich mich bei der Besichtigung sofort verliebt hatte. Wäre es nach Lara gegangen, hätten wir uns damals für die Wohnung in Mitte entschieden. Für Sichtbeton und Spotlights statt knarrender Dielen und zugiger Sprossenfenster. Nur mir zuliebe hatte sie sich auf diese Wohnung eingelassen. Weil ich als Hotelfachfrau nicht ansatzweise so gut verdiente wie sie in der Unternehmensberatung, aber vor allem, weil sie gespürt hatte, wie sehr ich ein Zuhause gebraucht hatte – in einer Zeit, in der ich mich wie ein loses Blatt im Wind gefühlt hatte.
Ich hängte meine Jacke an die Garderobe und schlüpfte aus den Loafern, die ich zu Stoffhose, Bluse und Blazer trug. In der Küche goss ich mir ein Glas Wasser ein und ließ mich auf den Stuhl sinken. Feierabend. Endlich. Als hätte mein Smartphone das Memo nicht bekommen, begann es zu vibrieren. Träge bückte ich mich und fischte es aus meiner Handtasche. Izzy stand auf dem Display, darunter blinkte das Kamera-Symbol. Kurz zögerte ich. Es war spät. Und es war ein langer Tag gewesen. Ich wollte eigentlich nur noch auf die Couch, Netflix einschalten und darauf warten, dass der Lieferdienst mein Sushi brachte. Aber wenn meine Freundin mich um diese Zeit anrief, musste es wichtig sein. Noch dazu vereinbarten wir unsere Telefonate aufgrund meines Schichtdienstes und des Zeitunterschieds zwischen Deutschland und den USA normalerweise immer im Voraus. Mit einem Hauch Anspannung stellte ich mein Glas ab, lehnte das Smartphone dagegen und nahm den Videocall an. Prompt füllte Izzys Gesicht das Display. Große blaue Augen, lange weißblonde Dreads und ein Lächeln, das wie immer verschmitzt wirkte. Sofort entspannten sich meine Schultern.
»Ah, du bist noch wach«, begrüßte sie mich erleichtert.
Mühelos switchte ich ins Englische. »Ich hatte Spätschicht. Bin gerade erst zur Tür rein.« Demonstrativ zupfte ich an der türkisfarbenen Bluse, die ich am Front Desk des Hotels tragen musste.
»Sorry, dass ich dich einfach so überfalle, aber«, sie kniff die Augen zusammen und grinste, »ich konnte nicht länger warten.«
Eine leise Vorahnung beschlich mich. Noch im selben Moment hielt Izzy ihre Hand in die Kamera. Der Ring an ihrem Finger war schlicht, sprang mir aber sofort ins Auge. Schlagartig war alle Müdigkeit von mir gewichen. »Nein!« Ich hielt mir die Hand vor den Mund. »Ist das …?«
»Jaaa«, quietschte sie.
»Izzy! Oh mein Gott. Das … awww! Herzlichen Glückwunsch!«
Sie grinste bis über beide Ohren.
»Wie? Wo? Wann?« Meine Stimme überschlug sich fast, so aufgeregt war ich auf einmal. »Erzähl mir alles!«
Sie rutschte auf dem Sofa hin und her. »Er hat mir den Antrag im Diner gemacht.«
Ich hob die Brauen. »Bei Moe?«
Das Diner in der Main Street war einer meiner absoluten Lieblingsspots gewesen, als ich in Green Valley gewohnt hatte. Allerdings war es auch der Hauptumschlagplatz für Klatsch und Tratsch. Wer hier einen Antrag machte, musste damit rechnen, dass es fünf Minuten später die ganze Stadt wusste.
»Will und ich waren dort zum Essen verabredet, aber es war niemand da, als ich gekommen bin. Nicht mal Moe. Der Laden war quasi leer. Ich wollte schon wieder gehen, aber dann«, ihr Grinsen wurde noch breiter, »hab ich den Schokomilkshake gesehen, der auf dem Tisch stand.«
Ich seufzte verzückt, weil ich wusste, welche Bedeutung dieser Schokomilkshake für die beiden hatte. Dass er Teil von Wills Großer Geste gewesen war, die damals dazu geführt hatte, dass sie endlich ihr Happy End bekommen hatten – nachdem sie jahrelang in der Friendzone festgehangen hatten. »Du erzählst mir jetzt aber nicht, dass du den Ring aus dem Milkshake fischen musstest«, gluckste ich.
»Iiiih, nein.« Sie verzog das Gesicht. »Er hing am Strohhalm.«
»Zeig noch mal her!« Ich ging näher ans Display ran und betrachtete den Twist-Ring. »Echt wunderschön. Hat Will gut ausgesucht.«
»Ich bin froh, dass es nicht der Verlobungsring seiner Mom geworden ist. Mit Allisons Klunker wäre ich in keinen Snowboardhandschuh mehr gekommen. Außerdem hätte ich ständig Angst gehabt, das Ding zu verlieren.«
»Ich glaube, Will und seine Mutter kennen dich lange genug, um zu wissen, dass du nicht der Typ für Diamantringe bist«, bemerkte ich schmunzelnd.
»Ich bin nicht der Typ für irgendwelche Ringe.« Sie schnitt eine Grimasse. »Aber an den hier hab ich mich erstaunlich schnell gewöhnt.« Mit einem fast versonnenen Lächeln schielte sie auf ihre Hand.
»Ich freu mich so für dich. Für euch beide.« Meine Augen wurden feucht vor Rührung. Gleichzeitig war da noch ein anderes Gefühl, das sich in mein Herz schlich. Eine zarte Melancholie, die an einer Narbe zupfte, die nie ganz geheilt war. »Oh man, ich würde dich jetzt so gern umarmen.«
»Das … ähm … kannst du vielleicht bald nachholen.« Sie lächelte ein wenig kryptisch. »Es ist nämlich so.« Sie ließ eine dramaturgische Pause folgen. »Ich wollte ja schon immer eine Herbsthochzeit …«
Ich nickte kaum merklich.
»Und Will und ich möchten kein ganzes Jahr verstreichen lassen. Also …«, sie senkte kurz den Blick, und als sie wieder aufsah, lag eine Mischung aus Aufregung und Vorfreude darin, »haben wir beschlossen, noch diesen Herbst zu heiraten.«
Ich riss die Augen auf. »Diesen Herbst?«
»Am 19. Oktober, um genau zu sein.«
»19. Oktober«, wiederholte ich perplex. »Das ist ja schon in«, ich blinzelte und begann zu rechnen, »sechs Wochen?«
Sie nickte verlegen.
»Aber … muss man für so eine Hochzeit nicht super viel organisieren?«
So war es zumindest bei meinem Bruder gewesen. Er und seine Frau Senay hatten fast ein halbes Jahr damit zugebracht, Partylocations rund um Berlin zu besichtigen und Caterer, DJs, Fotografen und Floristen anzuschreiben. Die meisten waren zudem auf Jahre ausgebucht gewesen.
»Sportlich wird es schon«, räumte sie ein. »Aber wir wollen eine kleine Hochzeit und können das meiste über Freunde und Familie abwickeln. Die Feier wird auf der Ranch von Wills Eltern stattfinden. Die Trauung übernimmt Rebecca, um das Catering kümmert sich Sam, und mein Bruder sorgt für die Getränke. Molly hab ich für den Blumenschmuck beauftragt, und meine Mom backt die Kuchen. Ach ja, und Aubree hat angeboten, mich zu schminken und meine Haare zu machen.«
Verblüfft starrte ich sie an.
»Ja, wir waren ganz gut beschäftigt in den letzten zwei Wochen.« Sie kicherte. »Deswegen melde ich mich auch erst jetzt bei dir. Ich wollte sichergehen, dass es wirklich klappt. Du bekommst natürlich auch noch eine offizielle Einladung. Die ist schon auf dem Weg.«
»Ich fasse es nicht, dass ihr das alles in so kurzer Zeit organisiert habt.«
»Irgendwelche Vorteile muss das Kleinstadtleben ja haben.« Sie zwinkerte, obwohl ich wusste, dass sie Green Valley gegen keinen anderen Ort der Welt eingetauscht hätte. Sie liebte die kleine Stadt in den Rocky Mountains, in der sie aufgewachsen war. In der jeder jeden kannte und man das Gras wachsen hörte. »Eine Sache muss ich allerdings noch klären. Und zwar, ob«, unter halb gesenkten Lidern blickte sie zu mir auf, »meine Trauzeugin Zeit hat.«
Es dauerte ein paar Sekunden, bis die Bedeutung ihrer Worte zu mir durchdrang und ich verstand, warum sie mich so erwartungsvoll ansah. »Du … Du willst … Ich soll …«
»Ich weiß, es ist super kurzfristig.« Entschuldigend drückte sie die Schneidezähne in die Unterlippe. »Aber du bist meine beste Freundin, und ich hätte dich so gern an meiner Seite, wenn Will vor Gott schwört, in guten wie in schlechten Zeiten meine Wäsche zu waschen.«
Ich prustete los.
»Was?« Sie zuckte die Achseln. »Er macht das echt gut.«
Amüsiert schüttelte ich den Kopf. Izzys Miene wechselte zu hoffnungsvoll. »Also, Lena Lenz: Willst du meine Trauzeugin sein?«
»Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll«, stieß ich hervor, gerührt und überfordert zugleich. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass Izzy mich auswählen würde. Es hatte unserer Freundschaft keinen Abbruch getan, dass ich vor drei Jahren zurück nach Deutschland gezogen war, trotzdem hatte sie sich verändert. Aus Kaffee-Dates waren Sprachnachrichten geworden, aus Mädelsabenden Videocalls. Statt uns zu umarmen, schickten wir uns Herz-Emojis, und wenn wir uns aufmuntern wollten, mussten Memes und GIFs herhalten. Face to face hatten wir uns seitdem nur ein einziges Mal gesehen – als sie und Will mich vergangenes Jahr für eine Woche in Berlin besucht hatten. Damals wie heute war ich unendlich dankbar dafür, dass unsere Freundschaft auch über Kontinente hinweg Bestand hatte. Dass Entfernung nicht automatisch Entfremdung bedeutete.
»Sag einfach Ja. Das reicht völlig.« Sie grinste.
Ich taumelte noch einen Moment zwischen Überwältigung und Freude. Dazu mischte sich ein Hauch Unsicherheit. »Bist du dir sicher, dass ich die Richtige dafür bin? Ich meine … ich kann dich von Berlin aus gar nicht bei den Vorbereitungen unterstützen.«
»Du sollst meine Trauzeugin werden, nicht meine Weddingplanerin. Außerdem hast du doch gehört, dass das meiste sowieso schon organisiert ist.«
»Ja, aber da gibt es doch noch so viel …«
»Lena«, stöhnte sie. »Wir haben keine Ambitionen, Jeff Bezos Konkurrenz zu machen. Es wird eine entspannte Feier im Kreis unserer Liebsten.«
Was meine Zweifel zerstreuen sollte, sorgte dafür, dass ein wesentlich größerer aufpoppte. Einer, der nicht mit Unsicherheit einherging, sondern mit einer Unregelmäßigkeit in meinem Herzschlag.
»Was ist mit Ryan?« Sein Name lag noch einen Moment schwer auf meiner Zunge. Fühlte sich fremd und vertraut zugleich an. »Weiß er, dass du …«
»Ryan kommt nicht.« Ihr Blick betrübte sich.
»Wie? Er kommt nicht?« Ich klang, als hätte ich mich verhört, und so musste es auch sein.
Sie seufzte schwer. »Er hat abgesagt.«
Ich schluckte. »Wegen … mir?«
»Was? Nein!« Sie schüttelte den Kopf. »Der Skiweltcup startet in zwei Wochen. Er ist den ganzen Oktober und November mit Willa Nordstrom in Europa unterwegs.«
»Oh«, stieß ich hervor. Einerseits war ich erleichtert, dass es nicht an mir lag, sondern an Ryans Job als Headcoach einer der derzeit erfolgreichsten Skirennfahrerinnen der Welt. Andererseits schockierte mich die Tatsache, dass er den vielleicht wichtigsten Tag im Leben seiner besten Freunde verpassen würde. Er, Izzy und Will kannten sich bereits seit Sandkastenzeiten. Sie waren zusammen in Green Valley aufgewachsen und ein unzertrennliches Trio – das durch mich zu einem Quartett geworden war. Eine Zeit lang zumindest. Bilder zuckten durch meinen Kopf. Erinnerungen an gemeinsame Abende im Olly’s, Doppeldates im Diner, an Wochenenden in der Blockhütte, Spieleabende und Movie Nights. An Ausflüge nach Denver und Campingtrips in den Nationalpark. An Schneeballschlachten und Skifahrten, Halloweenpartys und …
»Wir wussten natürlich, dass die Hochzeit mitten in die Saison fällt, aber wir haben gehofft … na ja, dass er es vielleicht trotzdem irgendwie hinkriegt. Aber Willa hat wohl ein wichtiges Rennen an diesem Wochenende.« Neben Verständnis glaubte ich, Enttäuschung herauszuhören, und ich konnte es ihr nicht verübeln. Auch ich hätte erwartet, dass Ryan alle Hebel in Bewegung setzen würde, um zur Hochzeit seiner besten Freunde kommen zu können. »Wir haben sogar kurz darüber nachgedacht, doch erst nächsten Herbst zu feiern, aber da wäre es vermutlich genau dasselbe. Zumindest wenn Ryan Willas Coach bleibt. Und davon ist ja auszugehen.«
»Es läuft gut für ihn, oder?«
Ich war von meiner Frage mindestens so überrascht wie Izzy, und einen Moment wollte ich sie zurücknehmen. Die Tür wieder schließen, die ich aufgestoßen hatte. Wir sprachen nie über Ryan. Es war keine Vereinbarung. Nichts, worum ich gebeten hatte. Aber es war leichter. Weniger schmerzhaft.
»Ja, es läuft gut.« Ihr Lächeln war so zaghaft wie ihre Antwort. Als hätte sie Sorge, mich zu verletzen.
»Schön«, hauchte ich. »Das freut mich für ihn.« Es war nicht nur so dahingesagt. Ryan hatte hart für diesen Job gearbeitet, und ich gönnte ihm seinen Erfolg. Aber der Gedanke, dass sein Leben ohne mich weitergegangen war, piekste im Herzen. Ich beschloss, die Tür wieder zu schließen. Als wäre genug frische Luft reingekommen. »Trotzdem schade für euch. Vor allem für Will. Wer wird denn jetzt sein Trauzeuge?«
»Er hat Grayson gefragt.«
»O’Brady? Ich wusste gar nicht, dass er und Will so eng befreundet sind.«
»Die zwei hängen viel zusammen, seit Ryan so viel unterwegs ist. Und Grayson ist ja quasi Familie.«
»Ach ja, stimmt.« Grayson O’Brady war mit Wills Cousine Sarah zusammen. Ich war mit beiden befreundet, inzwischen beschränkte sich unser Kontakt aber leider auf Geburtstagsglückwünsche und Weihnachtsgrüße. Ab und an wurde mir ein Instagram-Beitrag von Rocky Outdoor Adventures in den Feed gespült, der Grayson dabei zeigte, wie er mit Touristen Mountainbike- und Kajaktouren unternahm oder sie durch die Bergwelt der Rocky Mountains führte. Und Sarah hatte Anfang des Jahres ein Foto von ihrer College Graduation gepostet. Ob sie inzwischen auf die Law School ging?
»Also … hast du noch weitere Einwände, jetzt, da du weißt, dass du weder Hochzeitstorten für mich verkosten musst, noch deinem Ex vor dem Altar gegenüberstehen wirst?«
Das Wort Ex drang wie eine Nadel in mein Herz, dabei war es zweifelsohne die richtige Bezeichnung für Ryan.
»Sorry, das war doof.« Izzy kniff die Augen zusammen. »Ich wollte nicht …«
»Schon okay, es stimmt ja.« Ryan war mein Ex, egal, wie falsch es sich manchmal noch anhörte.
»Ich meine die Sache mit dem Altar. Das war taktlos von mir.«
Ich machte eine beschwichtigende Handbewegung. »Übrigens hab ich nie behauptet, dass ich keine Hochzeitstorten verkosten will.«
»Ich weiß gar nicht, ob wir eine wollen. Die sind unverschämt teuer und pappsüß.«
»Waaas?! Aber das Anschneiden der Hochzeitstorte ist doch das Highlight.« Ich zog einen Flunsch.
»Ich glaube, mein Highlight wird eher, dass mein Bruder einen Anzug tragen muss.«
Ich stieß ein Lachen aus. In all den Jahren, die ich Izzys Bruder Olly nun kannte, hatte ich ihn noch nie ohne eins seiner Statement-Shirts gesehen. Als Inhaber einer Sportsbar kombinierte er sie meist mit Geschirrtüchern, die über seiner Schulter oder in der Gürtelschlaufe hingen.
Ich schlug einen etwas ernsteren Ton an, als ich zu ihrer eigentlichen Frage zurückkehrte. »Ich wäre liebend gern deine Trauzeugin, Izzy. Und es bedeutet mir die Welt, dass du mich fragst. Aber wäre es okay, wenn ich eine Nacht drüber schlafe?«
»Du kannst auch zwei oder drei Nächte drüber schlafen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst.« Ihr Blick wurde genauso sanft wie ihr Ton. »Ich weiß ja, dass Green Valley für dich mit vielen Erinnerungen verbunden ist.«
Auch wenn es mich nicht überraschte, war ich dankbar, dass sie so verständnisvoll reagierte.
»Ich hab sowieso damit gerechnet, dass du noch klären musst, ob du so kurzfristig Urlaub bekommst.«
Einen Moment war ich erstaunt, dass mir der Gedanke noch nicht selbst gekommen war. Ich hatte zwar noch Resturlaub und so viele Überstunden angehäuft, dass ich morgen in Rente gehen konnte. Trotzdem konnte ich nicht abschätzen, wie meine Chefin reagieren würde.
Izzy und ich quatschten noch ein wenig über die Hochzeitsplanungen. Sie erzählte mir von der alten Scheune auf der Wildfire Ranch, in der die Feier stattfinden sollte. Von dem Secondhand-Brautatelier in Denver, in dem sie einen Termin vereinbart hatte. Dass sie und Will sich uneinig waren, ob sie einen DJ wollten. In jedem ihrer Worte schwang Aufregung und Vorfreude mit, aber sosehr ich meiner Freundin dieses Glück auch gönnte, blitzte kurz ein Gedanke in meinem Hinterkopf auf. Dass ich all das auch hätte haben können. Hätte ich Ryans Antrag damals nicht abgelehnt.