Kapitel 10 - New Memories
By Lilly Lucas
Keine zwanzig Minuten später bog ich in die Main Street, das pulsierende Herz von Green Valley. Wie ein Bilderbuch öffnete sich die Straße vor meinen Augen. Rechts und links reihten sich hübsche kleine Läden mit herbstlich dekorierten Schaufenstern und Kürbissen vor den Türen aneinander. Die Gehwege waren gesäumt von Blumenkästen mit Chrysanthemen in Rot, Orange und Gelb, und im Hintergrund ragten die Rocky Mountains in die Höhe, als würden sie den Ort bewachen. Der Duft von Gebäck und Kaffee hing in der Luft und vermischte sich mit Kaminrauch und dem harzigen Geruch der angrenzenden Wälder. Gedämpftes Lachen drang an mein Ohr, und irgendwo läutete ein Ladenglöckchen. Ich sah Menschen aus ihren Autos steigen, Einkaufstüten tragen oder für einen Plausch anhalten – alles in einem gemächlichen Rhythmus, als hätte dieses kleine Fleckchen Erde seine eigene Zeit.
»Lena?«
Ich fuhr herum und blickte in ein bekanntes Gesicht, das hinter zwei vollbepackten Papiertüten hervorspitzte.
»Leonie«, stieß ich überrascht hervor. Dabei war es alles andere als überraschend, sie hier anzutreffen. Immerhin wohnte sie in Green Valley. Noch dazu befand sich in einer Querstraße das Restaurant ihres Freunds Sam, in dem Leonie ihr Craftbeer braute.
»Hab ich’s mir doch gedacht. Obwohl ich kurz unsicher war.« Sie wies auf meinen Pony.
»Ja, der ist neu«, bemerkte ich schmunzelnd.
»Steht dir gut.« Ein zitroniger Duft wehte an meine Nase, als sie mich mitsamt Einkaufstüten umarmte. »Wie lange bist du schon hier?«
»Erst seit ein paar Stunden. Ich bin heute Morgen in Denver gelandet.«
»Izzy hat erzählt, dass du zur Hochzeit kommst, aber ich wusste nicht, dass du schon zwei Wochen früher anreist.« Sie stützte eine der Papiertüten mit ihrem Knie.
»Ich wollte ihr und Will noch ein bisschen bei den Vorbereitungen helfen. Soll ich dir was abnehmen?«
»Ach, das geht schon.« Sie ächzte. »Obwohl, vielleicht doch.«
Ich nahm eine der Einkaufstüten an mich und stellte fest, dass sie randvoll mit Zitronen war.
»Die sind für Sam. Auf der Wochenkarte steht ein Zitronendessert, und sein Lieferant hat keine Zitrusfrüchte mitgeliefert.«
»Ups.«
»Ich hab den ganzen Laden leer gekauft.« Sie neigte den Kopf in Richtung des kleinen Lebensmittelgeschäfts, das die Bewohner von Green Valley mit dem Nötigsten versorgte. Für Großeinkäufe musste man fast eine halbe Stunde mit dem Auto fahren.
Aus dem Augenwinkel sah ich den neugierigen Blick einer älteren Dame, die ihren Rollator an uns vorbeischob. Erst da wurde mir bewusst, dass Leonie und ich uns auf Deutsch unterhielten. Sie stammte aus der Nähe von München und war durch ein geplatztes Praktikum in Green Valley gelandet. Statt Craftbeer zu brauen, hatte sie vorübergehend einen Job als Nanny angenommen und sich unsterblich in Sam, den Vater der kleinen Maya, verliebt.
»Wie läuft’s mit dem Restaurant?«, erkundigte ich mich.
Sie nickte zufrieden. »Es ist jeden Abend ausgebucht.«
»Wie schön.«
Sam hatte hart für seinen Traum gearbeitet, ein eigenes Restaurant aufzumachen, und es freute mich, dass das Second Love so gut ankam. Was wiederum nicht verwunderlich war, denn er war ein begnadeter Koch.
»Hey, warum kommst du nicht schnell mit und sagst Hallo? Sam würde sich riesig freuen, dich zu sehen. Wir könnten einen Kaffee zusammen trinken. Oder … bist du verabredet?«
»Nein, ich wollte nur ein bisschen frische Luft schnappen. Dem Jetlag entgegenwirken.«
Und die Begegnung mit Ryan verdauen.
»Bei mir ist es immer schlimmer, wenn ich nach Deutschland fliege. Kopfschmerzen aus der Hölle.«
»Fliegst du noch regelmäßig nach Hause?«
Leonie schüttelte den Kopf. »Das letzte Mal im Dezember mit Sam und Maya. Ich wollte den beiden zeigen, wo ich aufgewachsen bin, und mit Maya auf einen Weihnachtsmarkt. Sie war total begeistert.«
»Das kann ich mir vorstellen.« Ich lächelte. »Ihr wart auch mit ihr auf Hawaii, oder? Ich hab deine Fotos auf Insta gesehen. Sah traumhaft schön aus.«
»War es auch«, schwärmte sie.
Wir setzten uns langsam in Bewegung.
»Unser Hostel lag direkt am Strand, und die Leute waren mega nett.«
»Das klingt toll.« Ein sehnsüchtiger Laut kam über meine Lippen. »Hawaii steht auch noch auf meiner Bucketlist.«
»Ich schick dir gerne den Link vom Ohana.«
»Oh, besser nicht. Ich krieg nur Fernweh, wenn ich das sehe.«
»Kann man Fernweh kriegen, wenn man in der Ferne ist?«, gluckste sie.
Ich ließ es mir nicht anmerken, aber ihre Bemerkung versetzte mir einen Stich. Weil sie mir in Erinnerung rief, dass dieser Ort hier nicht mehr mein Zuhause war. Noch dazu kam sie von der einen Person, die in derselben Situation gewesen war wie ich. Auch Leonie hatte nur ein temporäres Arbeitsvisum gehabt, als sie in Green Valley angekommen war. Anders als ich hatte sie jedoch Glück in der Greencard-Lotterie gehabt und durfte nun unbefristet hier leben.
»Das ist das neue Café, oder?«, fragte ich, als wir an einem Backsteinhaus vorbeikamen, in dem sich früher ein Friseursalon befunden hatte. Jetzt hing ein hübsches Ladenschild mit der Aufschrift Cozy Cup über dem Schaufenster, das den Blick auf einen Tisch freigab, an dem zwei Frauen saßen und sich unterhielten.
»Ja, es hat erst vor einem halben Jahr eröffnet. Super cute.« Ein Mann mit Schürze nahm uns die Sicht und präsentierte uns einen wohlgeformten Hintern in abgewetzten Jeans, während er die Bestellung aufnahm. »In jeder Hinsicht übrigens.« Sie grinste, und ich hob neugierig die Brauen. »Das ist Fynn Eden«, erklärte sie. »Ihm gehört der Laden.«
»Fynn Eden.« Den Namen hatte ich noch nie gehört. »Kommt er von hier?«
Sie schüttelte den Kopf. »Zugezogen. Er ist echt nett. Und er macht einen verdammt guten Matcha Latte.«
»Es gibt jetzt Matcha Latte in Green Valley?«, erwiderte ich amüsiert, während wir in gemächlichem Tempo weiterliefen.
»Oh ja. Und Golden Milk und Pumpkin Spice Latte …«
»Wow«, bemerkte ich übertrieben beeindruckt. »Und … wird das auch angenommen?«
Die Menschen in Green Valley waren traditionsbewusst, und alles Neue wurde erst einmal skeptisch beäugt.
»Und wie. Sie rennen ihm förmlich die Bude ein.« Sie schmunzelte. »Zum Ärger von Olly.«
»Olly?«
»Er hasst den Laden.«
»Warum?«
»Zu neu, zu hip … Keine Ahnung. Kennst ihn doch.« Sie verdrehte die Augen. »Vielleicht stört er sich auch einfach an der Konkurrenzsituation.«
»Aber das Olly’s hat doch tagsüber gar nicht geöffnet.«
»Das nicht, aber das Cozy Cup hat auch abends offen.«
»Oh.«
»Und es gibt Pastrami-Sandwiches.« Sie wackelte mit den Brauen. »Die besten, die ich je gegessen hab.« Sie hielt sich die Hand vor den Mund und flüsterte: »Aber verrat’s Sam nicht.«
»Hat er etwa auch ein Problem mit dem Laden?«, erwiderte ich amüsiert und warf noch einen letzten neugierigen Blick auf das Café, bevor wir um die Ecke bogen.
»Nein, überhaupt nicht. Er und Fynn verstehen sich super. Wir waren abends auch schon öfter dort, wenn wir Date Night hatten.«
»Date Night, hm?«
»Na ja, mit einem Schulkind ist das alles nicht mehr so easy. Aber wir versuchen, es regelmäßig hinzubekommen.«
»Maya geht schon zur Schule?«, fragte ich ungläubig. Vor meinem inneren Auge sah ich ein pausbäckiges Kleinkind mit niedlichen Locken, das über seine eigenen Füße stolperte.
Wir erreichten das Second Love, das mich mit seiner rostroten Fassade und den Rundbogenfenstern immer ein wenig an die Klinkerbauten der Hamburger Speicherstadt erinnerte. Leonie schloss die Tür auf und hinter uns wieder zu. Wir folgten dem Duft von gebratenen Zwiebeln, vorbei an den Tischen und der Garderobe. Über eine Schwingtür gelangten wir in die Küche. Dort war ich erst ein Mal gewesen. Am Abend der Eröffnung, als Sam uns alle auf einen Absacker eingeladen hatte. Damals wie heute war alles sauber und ordentlich. Auf den polierten Edelstahlflächen spiegelte sich das Licht der Deckenleuchten, und Pfannen und Töpfe standen nach Größe sortiert in einem offenen Regal. An einer Magnetschiene an der Wand hafteten Messer, und von den Haken über dem Herd baumelten Schöpflöffel, Suppenkellen und andere Utensilien.
»Hast du genügend bekommen?«, fragte Sam, der mit dem Rücken zu uns stand und in einem Topf rührte. Seinem Tonfall nach war er gestresst.
»Ich hab alles aufgekauft«, antwortete Leonie. Einen Moment lang war es seltsam, sie plötzlich Englisch sprechen zu hören.
Wir stellten die Einkaufstüten ab.
»Und … ich hab dir noch jemanden mitgebracht.«
Sam hob den Kopf und blickte über seine Schulter zu uns. Die Anspannung wich aus seinem Gesicht und machte Freude Platz. »Lena! Das ist ja eine Überraschung!« Er wischte sich die Hände an der Schürze ab und kam auf mich zu. »Hey«, sagte er und zog mich in eine feste Umarmung.
»Hey«, hauchte ich mit einem Lächeln im Gesicht.
»Wir sind uns zufällig über den Weg gelaufen«, hörte ich Leonie sagen, bevor Sam mich aus seiner Umarmung entließ.
»Seit wann bist du hier?«, fragte er.
»Ich bin heute Morgen gelandet.«
»Und wie lange bleibst du?«
»Zwei Wochen. Am Montag nach der Hochzeit flieg ich zurück.«
Er neigte den Kopf in Richtung Herd. »Hast du Hunger? Ich hab Kürbissuppe im Angebot.«
Ich zögerte eher aus Höflichkeit, denn mein Magen knurrte bereits, seit ich das Golden Leaf verlassen hatte. »Gerne. Es riecht toll.«
»Du auch?«, fragte er Leonie, die emsig nickte. »Setzt euch ruhig schon mal. Ich bring’s euch an den Tisch.«
»Ich will dich aber wirklich nicht von der Arbeit abhalten«, sagte ich zu Sam.
»Hungrige Menschen satt machen ist meine Arbeit«, kam es zwinkernd zurück.
Wir verließen die Küche und suchten uns einen Tisch im Gastraum. Während ich meine Jacke auszog, verschwand Leonie hinter der Theke und kehrte mit zwei Gläsern Wasser zurück. Als Sam kurz darauf mit zwei dampfenden Tellern Suppe auf uns zusteuerte, sprachen Leonie und ich gerade über ihre Arbeit. Das Craftbeer, das sie im angrenzenden Sudhaus braute.
»Es läuft gut«, sagte sie mit einem zufriedenen Nicken.
»Sie untertreibt maßlos.« Sam stellte die Teller vor uns auf den Tisch. Sofort stieg ein himmlischer Duft auf. »Ihr Pumpkin Spice Pale Ale ist beim Colorado Brewers Cup mit Gold ausgezeichnet worden.«
Ein anerkennendes »Hey« kam über meine Lippen. »Das ist ja mega!«
Sie lächelte bescheiden.
»Echt, Leonie. Das ist großartig!«
»Großartig war das Gesicht meines Vaters, als ich ihm erzählt habe, dass ich einen Preis dafür bekommen hab, sein geheiligtes Reinheitsgebot mit Füßen zu treten und Zimt und Kardamom ins Bier zu kippen.« Sie gluckste. Leonies Familie gehörte Pirchinger Bräu, eine Traditionsbrauerei aus Bayern. Dass ihr Vater wenig mit ihrer Leidenschaft für Craftbeer anfangen konnte, war kein Geheimnis und hatte zeitweise für Spannungen zwischen den beiden gesorgt.
»Lasst es euch schmecken. Ich muss leider weitermachen.« Mit dem Daumen deutete Sam hinter sich. »Aber wir sehen uns ja jetzt sicher häufiger.« Er zwinkerte, bevor er sich abwandte und in schnellen Schritten auf die Küche zusteuerte.
»Danke für die Suppe«, rief ich ihm noch nach. »Er steht ganz schön unter Strom, hm?«
Leonie nickte. »Ist schon ein fordernder Job.« Sie zuckte mit den Schultern. »Aber er liebt es, und das ist ja das Wichtigste.«
Ich nahm den Löffel zur Hand und tauchte ihn in die Suppe, zerstörte die kunstvolle Balsamico-Verzierung auf der Oberfläche.
»Und wie läuft es bei dir? Arbeitest du immer noch in diesem Hotel am Alex?«
Ich nickte und führte den Löffel zum Mund. Ihrem Blick nach hatte sie eine ausführlichere Antwort erwartet, aber was sollte ich ihr erzählen? Ich mochte meine Arbeit und hatte überwiegend nette Kollegen, aber wesentlich mehr war da nicht.
»Izzy hat mal erwähnt, dass du mit jemandem zusammen bist«, bemerkte Leonie mit einem Hauch Vorsicht in der Stimme. Als wäre sie unsicher, ob ihr diese Info zustand. Immerhin hatten wir nur sehr unregelmäßig Kontakt gehabt in den letzten Jahren.
Ich wartete, bis ich runtergeschluckt hatte. »Nicht mehr. Ich hab vor ein paar Wochen Schluss gemacht.«
»Oh, das tut mir leid.« Sie bedachte mich mit einem mitfühlenden Blick. »Ich wollte nicht …«
»Schon okay. Es hat nicht gepasst.« Ich lächelte tapfer.
»Trotzdem schade. Du hättest ihn wahrscheinlich mitgebracht, oder?«
»Nein, ehrlich gesagt hatte ich das sowieso nicht vor. Und jetzt, wo Ryan zur Hochzeit kommt …«
Leonie riss die Augen auf. »Ryan kommt zur Hochzeit? Ist der nicht mit Willa in Europa?«
»Lange Geschichte«, seufzte ich.
Abwartend sah sie mich an.
»Willa hat sich das Bein gebrochen, also kommt Ryan doch zur Hochzeit.«
»Das war aber eine kurze lange Geschichte.« Sie klang belustigt.
Zum zweiten Mal binnen einer Stunde gab ich jemandem eine Zusammenfassung der Ereignisse. Leonie zeigte sich betroffen über Willas Unfall, konnte aber nicht verbergen, dass sie die Tatsache, dass Ryan und ich uns im Leaf begegnet waren, mehr interessierte.
»Das heißt, ihr wusstet beide nicht, dass …?«
Ich schüttelte den Kopf.
»Und jetzt wohnt ihr beide …?«
Ich nickte. »Wobei Izzy angedeutet hat, dass es unter diesen Umständen vielleicht besser wäre, ich würde woanders unterkommen.«
»Ja, vielleicht«, raunte sie nachdenklich. »Also unsere Wohnung ist zwar nicht groß, aber wir haben ein bequemes Sofa. Du kannst jederzeit bei uns schlafen.«
Ihr Angebot rührte mich. »Das ist echt lieb.«
Nach dem Essen trugen wir unser Geschirr in die Küche, wo es inzwischen roch, als wäre eine Zitrusbombe hochgegangen. Aufgeschnittene und ausgepresste Zitronen stapelten sich auf der Arbeitsplatte. Daneben stand Sam und zerkrümelte Butterkekse in einem Topf. Ich bedankte mich noch mal für die Verköstigung bei ihm und verabschiedete mich. Leonie brachte mich anschließend zur Tür und wiederholte ihr Angebot mit der Couch. Ich verließ das Restaurant mit einem warmen Gefühl im Herzen und der Hoffnung, dass es irgendeine Lösung geben würde.
Als ich einen Blick auf mein Smartphone warf, entdeckte ich zwei verpasste Anrufe von Izzy. Rasch rief ich sie zurück.
»Sorry, ich war bei Sam und Leonie im Second Love. Hat sich zufällig ergeben.«
»Oh, wie schön. Ich wollte dir nur erzählen, dass Will mit seiner Mom gesprochen hat. Du könntest Ende der Woche ins Sebastian ziehen. Vorher ist leider nichts frei. Die haben wohl gerade zwei große Reisegruppen im Haus.«
»Das ist super lieb, aber ich kann mir das nicht leisten.«
Das Sebastian war ein Fünfsternehotel in Vail, das von Wills Mutter geführt wurde. Nach meinem Au-pair-Jahr hatte ich dort eine Art Traineeprogramm durchlaufen.
»Mach dir da mal keinen Kopf. Allison kommt dir sicher entgegen.«
»Ich will nicht, dass schon wieder jemand meine Rechnung bezahlt«, stellte ich klar. »Außerdem hab ich kein Auto.«
Vail war etwa eine halbe Stunde von Green Valley entfernt. Es gab auch einen Bus, der allerdings unregelmäßig fuhr und die doppelte Zeit brauchte.
»Ich kann meine Mom fragen, ob du ihrs haben kannst.«
»Ich bin schon ewig nicht mehr Auto gefahren. Außerdem will euch nicht so viele Umstände machen.«
»Die gibt es nur, weil ich Mist gebaut habe«, sagte sie reumütig. »Also lass es mich wenigstens in Ordnung bringen.«
Ich zögerte.
»Oder du wohnst eben doch bei Will und mir. Diese Option gibt es nach wie vor.«
»Sam und Leonie haben mir ihre Couch angeboten.«
»Na, siehst du. Jetzt hast du schon drei Optionen.«
»Ich muss darüber nachdenken«, sagte ich überfordert.
»Klar, lass uns einfach heute Abend noch mal sprechen. Ich hol dich um sieben am Leaf ab, okay?«
»Okay.«
Ich legte auf und stellte fest, dass ich vor dem Cozy Cup angelangt war. Aus reiner Neugier geriet ich in Versuchung, hineinzugehen und mir einen Pumpkin Spice Latte zu holen, aber in meinem Magen war nach der Kürbissuppe kein Platz mehr für zuckersüße Kaffeegetränke. Ich vertagte den Besuch, ließ mein Smartphone in die Jackentasche gleiten und machte mich auf den Heimweg.